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Vorerst kein Geld für Abriss

Ein ehemaliges Wohnhaus in Boxdorf soll Platz machen für eine neue Bushaltestelle. Derzeit gibt es keine Förderung, dafür aber eine andere gute Nachricht.

Die Gemeinde will dieses Haus gegenüber der Boxdorfer Oberschule abreißen lassen.
Die Gemeinde will dieses Haus gegenüber der Boxdorfer Oberschule abreißen lassen. © Arvid Müller

Moritzburg. Im Brachen-Konzept der Gemeinde Moritzburg ist das Gebäude Hauptstraße 2 im Ortsteil Boxdorf als Abrissobjekt erfasst. Das ehemalige Wohnhaus soll Platz machen für den Bau einer barrierefreien Haltestelle vor der Kurfürst-Moritz-Schule. Im November hatte der Moritzburger Gemeinderat mehrheitlich dem Abriss zugestimmt.

Die Verwaltung rechnet dafür mit Kosten in Höhe von rund 25.000 Euro. Der Beschluss war notwendig, um bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) Fördermittel zu beantragen. Diese würden 80 Prozent der Kosten betragen. Für 2021 gibt es noch kein entsprechendes Förderprogramm. Zudem ist aufgrund der aktuellen Lage nicht absehbar, ob und wann das wieder der Fall ist. Daher sollte mit einer Antragstellung noch im Jahr 2020 versucht werden, vorhandene Restmittel aus dem Landesbrachenprogramm für den Abriss zu bekommen.

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Wie Moritzburgs Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) auf SZ-Nachfrage sagte, sei das nicht gelungen. „Unser Antrag wurde aber registriert.“ Dennoch gibt es für die Gemeinde Moritzburg eine gute Nachricht. Diese betrifft die Kosten für den Abriss der einstigen Moritzburger Mittelschule.

Mehr Fördermittel für alte Mittelschule

Durch Fehler des Planers in den Ausschreibungsunterlagen waren diese im November explodiert. Die von der beauftragten Abrissfirma vorgelegten Nachträge beliefen sich auf eine Summe in Höhe von 135.000 Euro. Vergeben worden waren die Abrissarbeiten zum Angebotspreis von knapp 200.000 Euro. Unterm Strich ging es also um eine Erhöhung der Kosten um 67,5 Prozent! Die Räte hatten bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen dem vorgelegten Nachtrag zugestimmt. Die dafür benötigten Mittel wurden durch Umwidmungen im Haushalt bereitgestellt. Gleichzeitig wurde der Bürgermeister beauftragt, eine Anpassung der Fördermittel auf die aktuelle Summe zu beantragen. Auch diese Gelder kommen aus dem Brachflächenprogramm.

Inzwischen habe die Gemeinde die Zusage bekommen, dass die Förderung von 213.000 auf 298.000 Euro erhöht werde, so der Bürgermeister.

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