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Nachwuchs bei Wildschwein, Ziege & Co.

Im Wildgehege Moritzburg gibt es fast täglich neue Tierkinder. Doch das ist nicht das Einzige, was Besucher derzeit entdecken könnten.

Die Thüringer Waldziege Klara hat in dieser Woche ihren ersten Nachwuchs bekommen. Die Ziegendame kam 2019 ins Wildgehege.
Die Thüringer Waldziege Klara hat in dieser Woche ihren ersten Nachwuchs bekommen. Die Ziegendame kam 2019 ins Wildgehege. © Arvid Müller

Moritzburg. Das Timing war perfekt. Pünktlich zum Osterfest hätten die Besucher in Sachsens ältestem Wildpark viel zu entdecken gehabt. Reichlich Nachwuchs bei verschiedenen Arten, einige umgestaltete Gehege und nicht zuletzt drei noch nicht ganz ein Jahr alte Wildkatzen-Geschwister in der neu gebauten großen und modernen Anlage für die geschützten Vierbeiner.

Doch die Corona-Pandemie hat der Mannschaft des zum Staatsbetrieb Sachsenforst gehörenden Wildgeheges erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie schon im vergangenen Jahr. „Auch da konnten wir Ostern keine Besucher empfangen, obwohl wir einiges vorbereitet hatte“, sagt Wildgehegeleiter Ronald Ennersch. Und auch diesmal bleibt das für die jüngsten Besucher gedachte Quiz ungelöst, und das, obwohl die im Vorjahr angeschafften wunderschönen Hühner für reichlich Eier gesorgt und die Langohren noch vor dem Osterfest in ein neu gestaltetes Gehege einziehen durften.

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Alledings muss der Exaktheit wegen gesagt werden, dass die Moritzburger Fellnasen keine Hasen, sondern Kaninchen sind. Darum haben sie in ihrer neuen Anlage jetzt auch nicht nur weiches Stroh, sondern auch einen abgetrennten Teil mit Erde. Dort können sie zumindest ein bisschen buddeln. In der Natur sind sie darin wahre Meister und graben ganze Höhlensysteme. Hasen bevorzugen dagegen Grasnester.

Jüngster Nachwuchs ist ein Skudden-Lamm. Das war beim Besuch des Fotografen am Donnerstag gerade einmal zwei Stunden alt. Skudden sind die kleinste deutsche Schafart. Sie gehören zu den gefährdeten Nutztierrassen und stehen auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

Mit der schneeweißen Zwergziege Cora hat es etwas Besonderes auf sich: Obwohl sie selbst noch jung ist, hatte sie sich um zwei andere Zicklein gekümmert, berichten die Tierpfleger.
Mit der schneeweißen Zwergziege Cora hat es etwas Besonderes auf sich: Obwohl sie selbst noch jung ist, hatte sie sich um zwei andere Zicklein gekümmert, berichten die Tierpfleger. © Arvid Müller
Gerade einmal zwei Stunden alt war dieses Skudden-Lamm beim Fototermin am Donnerstag.
Gerade einmal zwei Stunden alt war dieses Skudden-Lamm beim Fototermin am Donnerstag. © Arvid Müller
Reichlich Frischlinge gibt es bei den Wildschweinen. Dort haben gleich mehrere Bachen Jungtiere.
Reichlich Frischlinge gibt es bei den Wildschweinen. Dort haben gleich mehrere Bachen Jungtiere. © Arvid Müller
Das Zuhause der Kaninchen wurde umgestaltet. Sie können jetzt auch buddeln. Zumindest ein bisschen.
Das Zuhause der Kaninchen wurde umgestaltet. Sie können jetzt auch buddeln. Zumindest ein bisschen. © Arvid Müller

Ebenfalls eine besondere Haustierrasse ist die Thüringer Waldziege. Ziegendame Klara kam vor zwei Jahren von einem Radebeuler Züchter in das Wildgehege. Ihre beiden am Montag geborenen Jungen - ein männliches und ein weibliches Tier - sind der erste Nachwuchs für die Ziegenmama. Die Kleinen haben keine Namen.

Das gilt auch für die Jungtiere der Afrikanischen Zwerg-Ziegen im Streichelgehege gleich neben dem Eingang. Bis auf ein schneeweißes Mädchen. Das nennen die Tierpfleger Cora. Obwohl selbst noch ganz jung, hatte sie sich um zwei andere Zicklein gekümmert, die im Stall lagen und nicht aufstehen wollten. „Cora hat sie abgeleckt und auch ein bisschen angestupst, bis sie aufstanden.“

Schon recht wuselig geht es bei den Wildschweinen zu. Dort haben gleich mehrer Bachen Frischlinge.

Umgezogen sind in den vergangenen Wochen die Fasane. Und der Baummarder hat außerhalb seines Geheges einen neuen verglasten Stamm bekommen, in dem ihn die Besucher gut beobachten können.

Ronald Ennersch und seine Mitarbeiter hoffen nun, dass sie vielleicht nach Ostern endlich wieder für große und kleine Tierfreunde öffnen können. Wenn auch nur mit Auflagen. „Wir sind wie schon Anfang März darauf vorbereitet“, so der Wildgehegeleiter.

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