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Kinder übernehmen neuen Hortanbau

Nach gut einem Jahr ist die Erweiterung des Reichenberger Kita-Gebäudes abgeschlossen. Künftig wird sich dessen Nutzung ändern.

Der Speisesaal im jetzt übergebenen Hortanbau. Der hintere Teil soll noch durch eine mobile Wand abgetrennt werden. Der so entstehende kleinere Raum soll als Bewegungsraum für kleinere Kinder und Sportgruppen dienen.
Der Speisesaal im jetzt übergebenen Hortanbau. Der hintere Teil soll noch durch eine mobile Wand abgetrennt werden. Der so entstehende kleinere Raum soll als Bewegungsraum für kleinere Kinder und Sportgruppen dienen. © Norbert Millauer

Moritzburg. Normalerweise hätte es für die Einweihung des Neubaus zumindest einen mittelgroßen „Bahnhof“ gegeben. Zum Richtfest des Hortanbaus in Reichenberg im vergangenen Juni waren mit Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) gleich zwei Landtagsabgeordnete erschienen, zu deren Wahlkreis der Moritzburger Ortsteil gehört.

Auf einen großen Menschenauflauf wurde diesmal coronabedingt verzichtet, nicht aber auf das symbolische Banddurchschneiden. Allerdings übernahmen das die künftigen Nutzer selbst - Mädchen und Jungen des Reichenberger Horts und der Grundschule. Im Anschluss wurde der große helle Raum dann auch gleich ganz praktisch genutzt. Für das erste gemeinsame Mittagessen.

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Neben dem Speiseraum für etwa 50 Personen mit einer modernen Ausgabeküche und Sanitärräumen wird es in dem Anbau auch einen Bewegungsraum für die kleineren Kinder geben, der auch von anderen Sportgruppen für Gymnastik oder Yoga genutzt werden kann. Getrennt sind beide Räume durch eine mobile Wand. Diese fehlt derzeit allerdings noch, soll aber in den nächsten Wochen eingebaut werden.

Durch das Zur-Seite-Schieben der Wandteile entsteht ein multifunktionaler Raum für größere Veranstaltungen des Hortes und der Grundschule - eine Aula gibt es in dieser bisher nicht.

Gedacht ist der neue Raum aber auch für eine Nutzung durch die Reichenberger Dorfgemeinschaft. Deshalb wurde ein zweiter Hauptzugang aus Richtung Volkersdorfer Straße eingeplant, der unabhängig vom übrigen Hortgelände ist.

Auffällig an dem Gebäude sind neben der Glasfront zum Hof vor allem die sichtbare Holzkonstruktion im Inneren und die Höhe des Raumes. Letzteres war ursprünglich nicht so geplant, der Architekt hatte ein Flachdach vorgesehen. Die Denkmalbehörden forderten im Baugenehmigungsverfahren aber schließlich ein Satteldach, was nicht nur den Baustart verzögerte, sondern auch die Kosten erhöhte. Diese belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Die Glasfront des Neubaus zur Hofseite sorgt für viel Licht im Inneren des Neubaus. Davor soll eine Holzterrasse kommen. Auch an den Außenanlagen wird noch gearbeitet.
Die Glasfront des Neubaus zur Hofseite sorgt für viel Licht im Inneren des Neubaus. Davor soll eine Holzterrasse kommen. Auch an den Außenanlagen wird noch gearbeitet. © Norbert Millauer

Den Großteil davon finanziert die Gemeinde Moritzburg aus Haushaltsmitteln. Eingesetzt werden aber auch 385.000 Euro Fördergelder aus dem Programm Brücken in die Zukunft. Weitere 116.000 Euro konnten zum Jahreswechsel kurzfristig aus einem weiteren Förderprogramm akquiriert werden, wodurch die Außenanlagen jetzt auch mit einem kleinen Bolzplatz mit zwei Toren ergänzt werden können.

An den Freiflächen wird derzeit noch gearbeitet. Auch die geplante Holzterrasse an der Glasfront-Seite fehlte zur Gebäudeeinweihung. Da nun der neue Speiseraum zur Verfügung steht, kann der bisher genutzte zu einem weiteren Gruppenraum umgebaut werden. Dafür sind vor allem Arbeiten am Boden und an der Decke erforderlich.

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Freitag wurde Richtfest gefeiert. Zünftig mit einer Krone an der Spitze des Satteldaches. Dieses hatte den Baubeginn verzögert. Nicht das einzige Problem.

Vorerst warten muss dagegen das Herrichten der Sanitärräume im Obergeschoss. Diese sollen auf die Erfordernisse der Hortkinder angepasst werden. Denn Nutzer sind derzeit noch die kleineren Kita-Kinder. Diese werden mit der Fertigstellung des neuen Kinderhauses in Boxdorf dorthin umziehen. Im Reichenberger Haus werden dann künftig nur noch Hortkinder betreut.

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