merken

Dresden

Moscheebomber-Urteil ist nun rechtskräftig

Der Bundesgerichtshof hat die Revision verworfen. Es bleibt bei knapp zehn Jahren Haft für Nino K.  

Ein Polizeiauto steht Ende September 2016 vor der Fatih-Camii-Moschee in Cotta. Das Gebäude war eines der Anschlagsziele.
Ein Polizeiauto steht Ende September 2016 vor der Fatih-Camii-Moschee in Cotta. Das Gebäude war eines der Anschlagsziele. © Archivbild: Robert Michael

Vor knapp einem Jahr wurde der sogenannte Moscheebomber Nino K. unter anderem wegen versuchten Mordes und Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen zu neun Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. 

Nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Revision des 32-jährigen Dresdners verworfen, wie Verteidiger Hansjörg Elbs und ein Sprecher des Landgerichts Dresden bestätigen. Damit ist das Urteil rechtskräftig.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Moscheebomber zeigt Polizisten an

Ein Metallsplitter beschäftigt die Polizei noch immer. Er belegt die Existenz eines Sprengsatzes. Bombenleger Nino K. glaubt, die Beweise wurden manipuliert.

Symbolbild verwandter Artikel

Harte Strafe für den Moscheebomber

Der Angeklagte hat den Imam und seine Familie, aber auch Nachbarn und Rettungskräfte in Lebensgefahr gebracht.

Nino K., der 2015 erstmals als Pegida-Redner aufgefallen ist, hat am 26. September 2016 zwei Sprengstoffanschläge auf die Fatih-Camii-Moschee in Cotta und das Kongresszentrum verübt. Dabei habe er den Tod des Imams und seiner Familie zumindest billigend in Kauf genommen, urteilte das Landgericht Dresden am Ende des siebenmonatigen Prozesses im August 2018. In der Verhandlung wurde eine Vielzahl von Ermittlungspannen bekannt. (SZ/lex)