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Moser macht mobil für den Sachsenring

Ein Geschäftsmann aus Frankfurt will bei der SRM einsteigen. Das soll die Motorrad-WM auch ohne den ADAC auf Dauer retten.

© Honda

Von Christoph Springer

Der Motorrad-Grand-Prix findet auch im nächsten Jahr auf dem Sachsenring statt. Davon ist Matthias Moser felsenfest überzeugt. Und er soll auch deutlich darüber hinaus auf der Strecke in Hohenstein-Ernstthal bleiben. Nicht nur bis zum Jahr 2021, in dem der Ausrichtervertrag zwischen dem ADAC und der Sachsenring-Rennstrecken-Management-GmbH (SRM) ursprünglich endet. Das sagte der 54-Jährige in einem Gespräch mit der SZ.

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Moser will die Moto-GP-Rettung in seine Hände nehmen. Der Geschäftsmann aus Frankfurt am Main plant, Mehrheitsgesellschafter bei der SRM zu werden. Die Rede ist von 75 Prozent der SRM-Anteile, die Moser bis zum Herbst übernehmen will. Um welchen Betrag es geht, sagte er nicht.

Die Karten stehen nicht schlecht für ihn. Erste Gespräche fanden im September 2017 statt. Am Wochenende traf er auf der Rennstrecke Carmelo Ezpeleta, den Chef der spanischen Dorna, die die Motorradweltmeisterschaft organisiert, und den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU). Ezpeleta sprach sich bereits am Sonntag für eine Zukunft der MotoGP auf dem Sachsenring aus. Kretschmer verbreitete Optimismus. Die SRM und natürlich auch potenzielle Investoren könnten sich der Unterstützung durch den Freistaat Sachsen sicher sein, kommentierte er am Dienstag Mosers Ambitionen.

Der potenzielle Investor nutzte das Wochenende, um sich die Abläufe bei der SRM anzusehen. „Ich bin begeistert, das Team macht das perfekt, es gab keinerlei Probleme“, sagte Moser. Die an der GmbH beteiligten Gemeinden Oberlungwitz, Hohenstein-Ernstthal, Gersdorf und Bernsdorf sowie der Landkreis Zwickau sollen auch dann der Gesellschaft angehören, wenn er das Sagen hat.

Auch den ADAC hätte er gern weiter dabei. „Aber wenn er nicht mehr dabei sein will, dann können und werden wir das auch selbst mit der Dorna machen.“ Voraussetzung für sein Engagement sei, dass die SRM weiter den Grand Prix ausrichtet.