merken

Müll illegal am Waldgraben entsorgt

Bei einem Spaziergang entdecken Anwohner Styropor und Bauabfälle. Der Verursacher macht sich strafbar.

© privat

Von Marcus Herrmann

Nossen. Ein Sonntagsspaziergang im Zellwald in Nossen erfreut so manchen Einwohner und gehört für viele zur allwöchentlichen Routine. Für Anwohner Reinhard Guhr war es am vergangenen Sonntag mit der Freude aber so eine Sache. Denn auf seiner Runde entdeckte er auf einer Wiese am unteren Waldgraben eine große Tüte mit Resten von Styroporresten und Bauabfällen, die die Landschaft in diesem Bereich verschandelten. Kurzerhand entschloss sich Guhr, ein Foto zu machen und dieses an die SZ zu schicken. Dazu schreibt er: „Sehr schade, dass einige Mitbürger die Umwelt und die Gesetze so wenig achten.“

njumii – Das Bildungszentrum des Handwerks
Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.
Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

In unschöner Regelmäßigkeit kommt es im Landkreis Meißen zu achtlosen Müllabladungen. Zuletzt landete im Mai eine ganze Kücheneinrichtung im Wettiner Forst in Coswig, Ende Januar wurden Unmengen Schrott und Abfälle am Badeweg in Weinböhla entdeckt. Sobald die Gefahr besteht, dass Schadstoffe in den Boden gelangen könnten, schreitet das Umweltamt Meißen ein. Im Fall im Zellwald scheint diese Gefahr jedoch nicht gegeben. Dennoch ist das illegale Abladen von Müll kein Kavaliersdelikt und kann jederzeit – wenn es denn Beobachtungen gibt – zur Anzeige gebracht werden. In Sachsen stehen auf das Abladen von einem Kubikmeter Bauschutt laut aktuellem Bußgeldkatalog 100 bis 1 500 Euro Strafe. Zudem entstehen Kosten für Waldpächter oder den städtischen Bauhof, die den Müll einsammeln und entsorgen.