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Müll in der Landschaft

Für die illegale Entsorgung gibt es bizarre Methoden.

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© DA

Döbeln. Am Weg zur Butterbüchse in der Nähe des Krematoriums hatten Unbekannte vor etlichen Tagen eine ganze Reihe von Müllsäcken abgeladen. Die Stelle ist abgelegen und trotzdem mit dem Auto gut zu erreichen. Das Döbelner Ordnungsamt ist einige Male im Jahr mit solchen illegalen Müllablagerungen konfrontiert und lässt sie beräumen. In Gärtitz hatte jemand seine komplette Schrankwand entsorgt, sagte Ordnungsamtschef Jürgen Müller. Manche Fälle sind schon reichlich bizarr. So scheint sich seit einiger Zeit jemand regelmäßig seines Biomülls zu entledigen. Und zwar offenbar aus dem fahrenden Auto heraus, möglicherweise auf dem Weg zur Arbeit, so Müller. „Das passiert ein bis zweimal in der Woche. Deshalb haben uns schon Leute angerufen.“ Die Tüten liegen an der Roßweiner Straße auf Höhe des Ortseingangsschildes. Neuerdings werden sie an den Klippen bei Mahlitzsch abgeworfen.

Stellplatz jetzt blitzblank

Andere Müllprobleme hat die Stadt mittlerweile in den Griff bekommen. Die Containerstellplätze sehen vergleichsweise manierlich aus, nachdem die Container für Papier und Elektronikschrott verbannt wurden. Die Stellplätze wurden verkleinert, an anderen Stellen Unterflurcontainer eingebaut. „Der Stellplatz an der Sparkasse ist jetzt blitzblank“, sagte Müller. Dieser war jahrelang ein Schwerpunkt, an dem sich immer wieder Müll stapelte.

Wer es darauf anlegt, findet aber einen anderen Weg, seinen Müll auf Kosten der Allgemeinheit loszuwerden. Es sei Mode geworden, den Hausmüll in den Papierkörben zu entsorgen, sagte Müller. Man komme mit dem Leeren kaum hinterher.