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Dresden

Müll von den Elbwiesen wird zu Kunst

Was die Besucher der Elbufer hinterlassen, nutzt Thomas Judisch für seine Skulpturen. Dazu braucht er noch Bronze.

Solche Hinterlassenschaften nutzt Thomas Judisch für seine Skulpturen.
Solche Hinterlassenschaften nutzt Thomas Judisch für seine Skulpturen. © Archiv/Christian Juppe

Müll an den Elbwiesen – das ärgert nicht nur viele Dresdner. Auch der Künstler Thomas Judisch widmet sich dem Problem. Er hat ein Mülldenkmal geschaffen. Pappteller, Plastikbesteck und Coffee-to-go-Becher – alles, was eigentlich in der Tonne und dann auf einer Mülldeponie landen sollte, gießt Judisch in Bronze und stellt seine Skulpturen dort aus, wo Abfälle zu selten landen: auf den Mülleimern zwischen Japanischem Palais und dem Fähranleger der Johannstädter Elbfähre. Unter dem Titel „Curry Royal“ macht der Dresdner auf die Vermüllung aufmerksam. Die Aktion unterstützt die städtische Kunstkommission mit rund 4 500 Euro. Für drei Jahre sind die fünf Plastiken an den Papierkörben zu sehen. „Indem wir etwas im öffentlichen Raum hinterlassen, gestalten wir unsere Umgebung. Wir sind verantwortlich dafür“, so Judisch. An diesem Donnerstag, 18 Uhr, lädt er an den Fähranleger, Ecke Diakonissenweg, zu einem Spaziergang zum Japanischen Palais ein.

Das Projekt ist Teil der Kampagne #Nichtganzsauber, die Dresdner daran erinnern soll, Abfälle zu entsorgen und nicht am Elbufer liegen zu lassen. Weitere Informationen gibt es online unter www.nicht-ganz-sauber.de (SZ/mes)

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