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Leben und Stil

Mütter werden immer älter

In Deutschland sind im vergangenen Jahr mehr Babys geboren worden. Was vor allem auffällt: Die Geburtenhäufigkeit bei Frauen über 40 hat sich fast vervierfacht.

© dpa

Wiesbaden. Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Insgesamt kamen 2018 hierzulande 787.500 Babys zur Welt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren rund 2.600 Neugeborene (0,3 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau blieb auf dem Vorjahresniveau: Die sogenannte zusammengefasste Geburtenziffer betrug 1,57 Kinder je Frau.

Die zusammengefasste Geburtenziffer wird zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekäme, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im betrachteten Jahr. Im vergangenen Jahr war die Rate in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) mit 1,60 Kindern je Frau höher als im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) mit 1,58, wie die Statistiker erklärten.

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Am höchsten war die zusammengefasste Geburtenziffer den Angaben zufolge mit 1,62 Kindern je Frau in Niedersachen und Brandenburg. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern war sie auch in den übrigen ostdeutschen Bundesländern sowie in Bremen und Nordrhein-Westfalen mit 1,60 Kindern je Frau relativ hoch. Besonders niedrig war die Geburtenziffer dagegen in Berlin (1,45 Kinder je Frau). Auch im Saarland (1,47) und in Hamburg (1,49) war sie deutlich niedriger als den übrigen Bundesländern.

Bemerkenswert war eine steigende Geburtenhäufigkeit der Frauen ab 40 Jahren, wie das Bundesamt weiter mitteilte: Mütter im Alter ab 40 Jahren brachten 2018 rund 42.800 Babys zur Welt. Zwar war ihre Geburtenhäufigkeit mit 88 Kindern je 1.000 Frauen immer noch relativ gering, hat sich aber gegenüber 23 Kindern je 1.000 Frauen im Jahr 1990 fast vervierfacht. (epd)