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Multikon auf der Grünen Woche

© Kristin Richter

Über landesweite Projekte sind auch der Ort Zabeltitz und neun hiesige Direktvermarkter in Berlin vertreten.

Von Catharina Karlshaus und Jörg Richter

Großenhain. Sie haben es wieder einmal getan. Nachdem es eine kleine Weile ruhig um sie geworden ist, melden sich die Tüftler um Multikon-Geschäftsführer Mike Freudemann pünktlich zum Jahresbeginn mit zwei Neuerungen zurück. Denn wenn sich die Erfinder des mehrfach preisgekrönten Rasenmähers ab Freitag erstmals auf der Grünen Woche in Berlin präsentieren, dann gewissermaßen mit zwei Firmen-Babys an Bord.

Während das eine tatsächlich für die jüngeren Besucher der internationalen Messe interessant sein dürfte, trägt das andere der schnelllebigen Zeit Rechnung. Das bedeutet praktisch: Es gibt den 2012 erfundenen Multikon – inzwischen kann er mähen, Strom erzeugen, kehren und Schnee schieben – nun auch als Spielzeug. Das von einem namhaften Hersteller produzierte Gerät sieht der einst von Konrad Freudemann, Geschäftsführer der Metalltechnik Großenhain Götz Lamm & Co. OHG, erfundenen Allzweckwaffe zum Verwechseln ähnlich. Und kann bei Gefallen für 25 Euro käuflich erworben werden. „Der Spielzeugmäher ist einfach ein netter Hingucker und ganz nebenbei ein charmanter Werbeträger für uns“, erklärt Mike Freudemann. Ein knallgelber Hingucker, der gewiss auch auf den Prototypen des aktuellen Multikon-Ablegers aufmerksam machen soll.

Auf der Grünen Woche – gegründet 1926 in Berlin als internationale Ausstellung für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau – werden die Großenhainer immerhin einen akkubetriebenen Mäher vorstellen. Umweltgerecht ohne Benzin und hörbar leise wird der Multikon anno 2018 wieder einmal beweisen, dass seine Macher noch einiges zu bieten haben.

Doch nicht nur Multikon wirbt für sich auf der Grünen Woche. Über den landesweiten Verein Direktvermarktung in Sachsen e.V. sind auch neun Anbieter aus Großenhain und Umgebung vom 19. bis 28. Januar in Berlin vertreten. Zu ihnen gehören u. a. der hiesige Geflügelhof, die Teichwirtschaft Schönfeld, das Hofgut Kaltenbach in Welxande, der Obsthof Ibisch in Blattersleben und drei hiesige Imkereien.

Für die sächsischen Direktvermarkter steht Vorstandsmitglied Sarah Kretzschmar in der Sachsenhalle. Sie schenkt hier ihren eigenen Eierlikör aus und verteilt die jährlich erscheinende Vereinsbroschüre mit allen Adressen der sächsischen Direktvermarkter. „In diesem Jahr ist diese Broschüre erstmals pünktlich zur Grünen Woche fertig geworden“, verrät Sarah Kretzschmar. In den Jahren zuvor war die Broschüre frühestens im März fertig. Ziel sei es, neue Kunden zu gewinnen. „Sicherlich verirrt sich wegen der Broschüre kein Berliner nach Sachsen“, sagt sie. „Aber auf der Grünen Wochen sind jedes Jahr auch viele Sachsen unterwegs, die meistens auch einen Abstecher in die Sachsenhalle machen.“

Sarah Kretzschmar steht nicht die gesamten zehn Tage am Stand der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH (TMGS), sondern nur die letzten drei. Mehrere sächsische Initiativen teilen sich diesen Stand. Auch das landesweite Projekt „Sachsens Dörfer“ ist hier vertreten. Zu dessen 18 ausgewählten Dörfern zählt auch das barocke Hochzeitsdorf Zabeltitz. Lutz Pfennig von der hiesigen Touristinformation und Imker Fritz Woitaß machen auf der Grünen Woche einen Tag lang Werbung für Zabeltitz. Bereits seit 2011 ist der barocke Schlosspark über die TMGS regelmäßig in Berlin vertreten.

„Der Zuspruch in der gesamten Messezeit ist gut“, sagt Großenhains Stadtsprecherin Diana Schulze. „Auf diese Weise können wir für wenig Geld viele Informationen und Werbung streuen. Zusätzliche Kosten entstehen uns nicht.“ Die Standgebühren seien über die TMGS abgedeckt. „In diesem Zusammenhang ist eine Teilnahme gerechtfertigt und wir können Zabeltitz gut bewerben“, so die Stadtsprecherin.