Update Döbeln
Merken

Mundschutz nicht mehr lieferbar

Auch in den Apotheken der Region Döbeln steigt wegen des Coronavirus die Nachfrage nach Schutzmitteln. Wann wieder geliefert wird, ist unklar.

 3 Min.
Teilen
Folgen
Die Sorge vor Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus lässt in Apotheken die Nachfrage nach Atemmasken steigen. Auch in der Döbelner Region sind die Mundschutze ausverkauft.
Die Sorge vor Ansteckung mit dem neuartigen Corona-Virus lässt in Apotheken die Nachfrage nach Atemmasken steigen. Auch in der Döbelner Region sind die Mundschutze ausverkauft. © Georg Wendt/dpa

Mittelsachsen. Die Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken, treibt die Döbelner um. Wie verschiedene Apotheken der Region bestätigen, sind auch hier die Nachfragen nach Mundschutz wegen des Virus aus China gestiegen.

„Seit Dienstag ist die Nachfrage massiv“, sagt Gerd Günther, der Chef der Döbelner Apotheke an der Oberbrücke. Am Montagabend wurde bekannt, dass sich ein Mann aus Bayern mit dem Virus infiziert hat. Am Dienstagabend folgte die Meldung, dass es drei Neuinfektionen aus dem Umfeld des Mannes in Bayern gibt.

Die Berichte darüber seien der Anlass für die steigende Nachfrage, vermutet Günther. Auch in der Löwen-Apotheke in Döbeln kämen zurzeit häufiger Nachfragen nach Mundschutz aufgrund des Coronavirus, so Leiterin Dagmar Schmidt.

Nachkommen können die Apotheken den Nachfragen der Kunden zurzeit nicht, denn auch im Großhandel sind die Lager leer. „Wir warten auf Lieferungen der Hersteller“, erklärt Robert Schnaubelt, Betriebsleiter des Rossauer Standortes des Großhandels Noweda. Die Nachfrage sei so sprunghaft angestiegen, dass die Produzenten der Mundschutzmasken darauf nicht so schnell reagieren können. „Die Hersteller haben nur eine begrenzte Kapazität in ihren eigenen Lagern“, so Schnaubelt.

Krankenhäuser und Zahnarztpraxen beziehen ihre Mundschutze von anderen Großhändlern. So sind die Vorräte der Masken beim Großhändler Dental Bauer, der unter anderem eine Vertretung in Döbeln und Chemnitz betreibt und der die Zahnarztpraxen in der Region beliefert, vollkommen ausreichend, bestätigt ein Mitarbeiter.

Auch in den Kliniken in Mittweida und in Döbeln sind Mundschutzmasken ausreichend vorrätig. „Wir sind dahingehend ohnehin wegen der aktuellen Grippesaison ausreichend ausgestattet“, erläutert Martin Preißer, Verwaltungschef im Döbelner Klinikum. „Vorsorglich wurden bei uns Mundschutzmasken nachbestellt. Ob Lieferengpässe bestehen, ist uns jedoch aktuell nicht bekannt“, sagt die Mittweidaer Sprecherin, Ines Schreiber.

Pflegedienste und -einrichtungen haben ebenfalls immer einen ausreichenden Vorrat der Masken zur Verfügung. „Allerdings wird ein Mundschutz bei uns relativ selten benötigt. Nur dann, wenn unsere Mitarbeiter bei der Pflege unserer Kunden mit Infektionen oder ansteckenden Keimen in Berührung kommen“, erläutert Prokurist Benjamin Brambor. (DA/mf/vt)

Berichte sind Anlass zur Sorge

"Seit Dienstag ist die Nachfrage massiv", sagt Gerd Günther, der Chef der Döbelner Apotheke an der Oberbrücke. Am Montagabend wurde bekannt, dass sich ein Mann aus Bayern mit dem Virus infiziert hat. Am Dienstagabend folgte die Meldung, dass es drei Neuinfektionen aus dem Umfeld des Mannes in Bayern gibt.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.