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Muschelminna hat Schwein

Der Brunnen auf dem Postplatz wird im Advent wieder leuchten. Möglich machen es viele Spenden, darunter manche, die zu Herzen gehen.

© nikolaischmidt.de

Von Matthias Klaus

Gesund und Fit

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Am Dienstag stand die ältere Dame plötzlich in der Filiale der Fleischerei „Frühauf“ am Demianiplatz. Die Frau hat ein kleines Sparschwein aus Porzellan in der Hand. „Das ist für die Muschelminna“, erklärt sie der verdutzten Verkäuferin. Dann reicht sie der Frau hinterm Tresen noch eine handgeschriebene Karte rüber, altdeutsche Schrift, Unterschrift, „olle Oma“ und geht wieder. Eine Spende der besonderen Art für die Beleuchtung des Toberenzbrunnens im Advent. „Eine ganz, ganz tolle Geste“, findet Barbara Frühauf, Chefin des Aktionsringes Görlitz.

Der Händlerverein hatte zum einen den Lichterglanz organisiert und zum anderen während diesem um Spenden für den Aufbau der Beleuchtung der Muschelminna geworben. Die Aktion hatte offensichtlich Erfolg. Allein zum Lichterglanz spendeten Görlitzer und Besucher der Stadt immerhin knapp 484 Euro. Zudem werden von Händlern und Gewerbetreibenden 1 950 Euro in Aussicht gestellt. „Die Summe für den Aufbau der Beleuchtung ist damit gesichert“, freut sich Frank Reimann, Schatzmeister des Aktionsringes. Insgesamt werden dafür etwa 2 500 Euro benötigt. Generell seien die beteiligten Händler am Lichterglanz mit der Aktion zufrieden gewesen. „Die Umsätze entsprachen zwar nicht zu 100 Prozent denen vom vergangenen Jahr. Aber trotzdem, der Lichterglanz zieht Leute in die Stadt“, sagt Frank Reimann. Wenn es die Finanzierung möglich macht, wird es auch 2019 wieder diesen besonderen, leuchtenden Abend in Görlitz geben. Auch Vereinschefin Barbara Frühauf ist sehr optimistisch, was einen Lichterglanz im kommenden Jahr betrifft. Sie hat in der Zwischenzeit schon mal geschaut, was in dem gespendeten Sparschwein für die Muschelminna an Geld steckt. Es sind in etwa 22 Euro. Die vielen Centstücke werden demnächst auf das Spendenkonto eingezahlt.

Barbara Frühauf hat zudem noch eine eigene Spendenbox auf der Theke der Fleischerei stehen. Auch hier wird Geld für die Minna gesammelt. Der Erfolg ist bisher zwar eher durchwachsen. „Aber erst letztens kam eine Frau ins Geschäft, die eigens für den Brunnen spenden wollte“, sagt Barbara Frühauf. Vielleicht, so hofft sie, schließen sich andere Händler ihrer Spendenbox-Aktion ja doch noch an.