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Musikalische Sprünge über Genrezäune

Das Landesbühnen-Ensemble geht nach dem Ball am Samstag in den Urlaub. Dafür öffnet das Foyer zum siebenten Mal für eine Konzertreihe.

Hot Club D’Allemagne © Landesbühnen

Radebeul. Zahlreiche Musikliebhaber freuen sich schon auf die diesjährige Winterlounge, die vom 22. Februar bis 2. März im Glashaus der Landesbühnen Sachsen in Radebeul stattfindet.

Den Anfang machen Triozean und das Degele-Quartett am 22. Februar mit ihrer „Winterreise“. Das Trio um die aus Russland stammende Pianistin, Komponistin und Sängerin Olga Nowikowa springe mit seiner musikalischen Sprache über Genrezäune, vereine Improvisation, Tango, Rock, Pop, Jazz und Folklore mit klassisch geprägten Pianolaufen. Gemeinsam mit dem Degele-Quartett widmen sie sich Vertonungen deutschsprachiger Dichtkunst von Ringelnatz, Falke und Fallersleben u. a.

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Frauenpower in böhmischen Dörfern

Dresden, 18. Februar 2019. Mariame Clément hat für die Semperoper Dresden Bedřich Smetanas Oper »Die verkaufte Braut« kräftig ausgelüftet. 

Pariser Swing der 30er- und 40er-Jahre bringt der „Hot Club D’Allemagne“ am 23. Februar auf die Bühne. Das Quartett (Thomas Prokein, Karl-Heinz Vogel, Franziskus Sparsbrod und Gunter Pasler) sieht sich in der Tradition des „Quintette du Hot Club de France“ und kombiniert amerikanischen Jazz mit Sinti-Musik für seine eigene Variante des belebten „Zigeuner Jazz“.

Werke großer Meister wie Giuseppe Verdi, Hermann Bellstedt, Jean Baptiste Arban, Felix Mendelssohn-Bartholdy u. a. bringt der Trompeter Joachim Karl Schäfer am 24. Februar in dem Konzert „Der Karneval von Venedig – Unterhaltungsmusik um 1900“ zu Gehör, so eine „Fantasie über Aida“ von Verdi, ein „neapolitanischer Tanz“ von Bellstedt sowie der „Karneval von Venedig“ von Arban. Schäfer wird begleitet von der Pianistin Oksana Weingardt und der Kontrabassistin Yuka Inoue. 

„Von Scarlatti bis Piazzolla“ lautet das Motto am 1. März, wenn Orgel Bandoneón trifft. Für diese Begegnung sorgt Tango Amoratado – 2000 von Jürgen Karthe (Bandoneón) und Fabian Klentzke (Klavier) aus der Leidenschaft für den argentinischen Tango heraus gegründet. Bei ihrem Auftritt, in dem das Bandoneón mit Orgel (Regal Gedackt) bzw. mit Klavier gepaart wird, erklären die beiden auf unterhaltsame Weise, warum das Handzuginstrument in früheren Zeiten schon einmal als Orgelersatz diente.

Mit „Tschaikowski bei Klezmer, Tango, Jazz, Klassik und mehr“ hat das Kratschkowski-Duo seinen Abend am 2. März betitelt. Ruslan und Elena Kratschkowski, regelmäßige Gäste der Reihe „Musik zwischen den Welten“, wollen mit ihrem virtuosen Spiel und einem Crossover-Programm aus Klassik, Weltmusik und Folk die Winterlounge zum Glühen bringen.

Beginn: jeweils 19 Uhr, Karten an Landesbühnenkasse,  Tel.: 0351 8954214, web: www.landesbuehnen-sachsen.de