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Mutmaßlicher Feuerteufel vor Gericht

Die Verhandlung gegen den 24-Jährigen beginnt am Freitag vor dem Dresdner Landgericht.

Von Peggy Zill

Coswig. Ab 9. November muss sich der mutmaßliche Feuerteufel von Coswig vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Vorgeworfen wird dem Metallbauer, in der Nacht zum 15. Februar 2018 den Maschendrahtzaun am Holzhandel WHG durchgeschnitten zu haben, um dann an diversen Stellen Feuer zu legen. Dabei entstanden 7,5 Millionen Euro Schaden.

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Großbrände gab es in den vergangenen Jahren insgesamt acht in Coswig und Weinböhla. Im Zuge der Ermittlungen konnte dem Tatverdächtigen jedoch nur dieses eine Feuer nachgewiesen werden. Der 24-Jährige befindet sich seit März in Untersuchungshaft und hat sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft zur Sache eingelassen.

Die Brandserie begann im November 2016. Da brannte ein im Rohbau befindliches Einfamilienhaus in Neusörnewitz nieder. Im Dezember traf es die Halle eines Getränkehändlers, ebenfalls in Neusörnewitz, und zwei Monate später wurde das Vereinshaus des SV Motor Sörnewitz angezündet. Im Juli 2017 folgte eine Lagerhalle des Lackherstellers Herlac, im November eine Landmaxx-Halle, im Dezember Hülsbusch in Weinböhla. Nach den Feuern bei Dehner in Brockwitz und beim Holzhandel bildete die Polizei eine Ermittlungsgruppe und konnte den Tatverdächtigen ein paar Wochen später festnehmen.