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Nabu-Wald nach Sturm fast aufgeräumt

Im Wald, den die Fachgruppe Ornithologie Großdittmannsdorf betreut, werden nicht alle Sturmschäden beseitigt. Mit Absicht.

© Arvid Müller

Von Sven Görner

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Großdittmannsdorf. Auch in dem 1998 vom Nabu gekauften Wald im Naturschutzgebiet Waldmoore bei Großdittmannsdorf hat Sturmtief Friederike vor drei Wochen mächtige Bäume umgeworfen und andere wie Streichhölzer zerbrochen. Allerdings können die Naturschützer solchen Ereignissen durchaus auch positive Seiten abgewinnen. Denn zum Himmel ragende Wurzelteller umgestürzter Bäume und die dabei ebenfalls entstehenden Vertiefungen bieten vielen Tierarten neue Lebensstätte. Das gilt auch für die stehengelassenen Stammreste abgebrochener Bäume. Nach dem Orkan Kyrill vor elf Jahren haben die Mitglieder der Nabu-Fachgruppe Ornithologie Großdittmannsdorf damit gute Erfahrungen gemacht.

Doch nicht alles im 25,5 Hektar großen Nabu-Wald bleibt so, wie es Friederike zurückgelassen hat. Wie Matthias Schrack, der Leiter Fachgruppe sagt, waren vom Sturm etwa 30 Bäume betroffen. Vorwiegend Kiefer und Fichte, zudem einzelne Birken. „Zwölf dieser Bäume werden als Nutzholz geerntet, fünf bleiben als sogenannte ,Sturmbiotope‘ im Wald.“ Damit handelt die Fachgruppe im Sinne der Naturschutzgebiets-Verordnung zur Entwicklung naturnaher Wälder und der Totholzmehrung. „Der Rest des Sturmholzes wird als Feuerholz geworben.“

Am vergangenen Wochenende fand der Haupteinsatz statt. Inzwischen haben 17 Mitglieder der Fachgruppe und der Kinder- und Jugend-AG fast 100 Stunden zur Aufbereitung des Sturmholzes geleistet. Die wesentlichen Arbeiten sind abgeschlossen.