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LKA ermittelt nach Bus-Anschlag

Ein voll besetzter Reisebus eines Nünchritzer Unternehmers war von Vermummten angegriffen worden. Die Ermittler gehen von einem linken Hintergrund aus.

© Archiv/privat

Nünchritz/Leipzig. Nach dem Angriff auf einen Bus mit AfD-Anhängern (SZ berichtete) sucht das Landeskriminalamt jetzt Zeugen. Laut Polizeiangaben vom Dienstag war der voll besetzte Reisebus eines Nünchritzer Unternehmens am Sonntagmorgen, dem 27. Mai, attackiert worden. Gegen 8.15 Uhr fuhr der Bus auf der Rackwitzer Straße in Leipzig stadtauswärts. Die Businsassen hatten vor, an einer AfD-Demonstration in Berlin teilzunehmen. „Kurz nach dem Passieren der Berliner Brücke wurde das Fahrzeug zum Halten gebracht, indem zwei vermummte Personen auf der Straße Schilder in die Höhe hielten“, teilt die Polizei mit. Eine dritte vermummte Person habe den Bus dann unter anderem mit Behältern beworfen, die eine teerartige Substanz enthielten. Dabei wurde die Frontscheibe des Busses so stark beschädigt, dass dieser die Fahrt nicht fortsetzen konnte.

Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Laut Polizei waren die Täter dunkel gekleidet und trugen orangefarbene Warnwesten. Die Unbekannten flüchteten mit Fahrrädern, die sie vorher an der Rackwitzer Straße abgestellt hatten, mutmaßlich in nordöstliche Richtung.

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Jetzt hat sich das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) des Landeskriminalamts eingeschaltet. Es ermittelt zum Tatvorwurf des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. „Es wird in alle Richtungen ermittelt. Aufgrund der bisher vorliegenden Erkenntnisse ist von einem politisch linksmotivierten Hintergrund der Tathandlung auszugehen“, so die Behörde. Allerdings gebe es derzeit noch keine konkreten Hinweise auf die Täter. Jetzt wird nach Zeugen gesucht: Wer hat im Tatzeitraum im Bereich der Rackwitzer Straße von der Adenauerallee bis zur Berliner Brücke in Leipzig sowie in den nördlich und östlich angrenzenden Straßen und Wegen sowie Park- und Kleingartenanlagen schwarz gekleidete und mit Warnwesten ausgestattete Personen auf Fahrrädern gesehen? Wer hat sonstige relevante Feststellungen gemacht? Von besonderer Bedeutung sind Angaben zu möglichen An- und Abfahrtswegen und einem Treffpunkt der Täter sowie zu Beschreibungen der Täter und der von diesen genutzten Fahrrädern. Gefragt sind nicht nur Augenzeugen des Vorfalls: Auch Feststellungen im Internet, die Aufschluss geben können, sind für die Ermittler von Interesse. (SZ)

Zeugenhinweise an die Kripo Leipzig, 034196646666 oder jede andere Polizeidienststelle.