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Nach dem Frühling kommt nun der Winter

Die Temperaturen stürzen. Und es fällt auch Schnee. Lohnt es, den Rodel bereitzustellen?

© dpa

Es wird knackig kalt, und Schnee gibt es auch. Der Winter kommt. Doch knallt er gleich auch mit der Kältepeitsche? Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig legt sich fest: „Wir werden nicht völlig einfrieren.“ Von der russischen Kältepeitsche, von der seit zwei Tagen vor allem im Internet die Rede ist, will er nicht sprechen. Denn einerseits kommt die Kaltluft, die am Wochenende nach Sachsen strömt, nicht aus dem Osten. Andererseits bleiben die Minusgrade voraussichtlich einstellig, auch nachts.

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Der DWD-Fachmann und Wetterexperte Jörg Kachelmann sind sich darüber einig, dass die Temperaturen ab Sonnabendnachmittag in den Keller gehen. „Der Wind kommt aus nördlicher Richtung“, sagt Hain, die Kälte kommt also aus Skandinavien. Das Tief Kari schaufelt sie auf seinem Weg nach Osteuropa in Richtung Sachsen. Dazu gibt es Schnee. Laut dem DWD fängt es vielleicht schon am späten Sonnabendnachmittag an, zu schneien, Kachelmann rechnet erst am Sonntagvormittag mit den ersten Flocken. Sicher ist aber, dass es nicht viel Schnee wird. „Dresden wird etwas überzuckert, und es kann glatt werden“, sagt Hain. Anfang der nächsten Woche kommt weiterer Schnee dazu, aber es werden insgesamt nur wenige Millimeter. Kachelmann rechnet bis zur Wochenmitte gerade mal mit knapp drei Millimetern Niederschlag pro Quadratmeter. „Es wird nur eine ganz dünne Neuschneedecke“, sagt auch sein Kollege aus Leipzig. „Dass es für Ski und Schlitten reicht, wage ich eher zu bezweifeln.“

Richtig kalt wird es erst zum Wochenanfang. Dann seien nachts auch mal minus acht Grad möglich, prognostiziert Hain. Über Schnee könnte es sogar noch etwas kälter werden. Mit zweistelligen Minusgraden rechnet er allerdings nicht.

Kachelmann geht weiter. Er leitet aus den Wetterkarten für Dresden nachts in der Wochenmitte bis zu minus 9,5 Grad ab. Danach verabschiedet sich der Winter aber schon wieder. „Das ist eine Episode“, sagt Hain, am nächsten Wochenende zeigt das Thermometer bereits wieder Plusgrade an. Diese Vorhersage sei zwar „noch etwas wackelig“, aber der Winter halte sich nur wenige Tage. „Damit habe ich schon gar nicht mehr gerechnet“, sagt Hain zur bevorstehenden Kälteperiode. „Es lohnt sich aber auf jeden Fall, Mütze, Handschuhe und den Eiskratzer herauszuholen.“ (SZ/csp)