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Nach dem Neubau kommt der Abriss

Das Gleisdreieck Infineon-Süd im Dresdner Norden ist fertig. Nun werden die alten Gleise entfernt. Dort bekommt eine geschützte Tierart ein Zuhause.

Von Sarah Herrmann

Bald geht es auf der Königsbrücker Straße schneller voran. Nachdem das Gleisdreieck Infineon Süd Ende vergangenen Jahres fertiggestellt wurde, beginnt nun der Abriss der alten Schleife am Diebsteig. Ab diesem Freitag werden zunächst die Weichen ausgebaut und durch normale Gleise ersetzt. Das sorgt dafür, dass die Fahrgäste der Linien 7 und 8 nach Ende der zweiwöchigen Arbeiten pro Richtung etwa ein bis zwei Minuten schneller unterwegs sind. Dafür müssen sie in den kommenden Tagen aber erneut Umleitungen in Kauf nehmen.

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So fahren die Straßenbahnen bis zum 23. Februar verkürzt. Von Pennrich beziehungsweise der Südvorstadt kommend ist am Albertplatz Endstation. Wer weiter nach Weixdorf oder Hellerau will, muss dort in den Ersatzbus umsteigen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) nutzen die Sperrung für mehrere andere Projekte.

Im Abschnitt zwischen Stauffenbergallee und Fabricestraße werden neue Gleise verlegt. Außerdem bauen die Verkehrsbetriebe zwischen den Haltestellen Industriegelände und Hellersiedlung. Auch in Klotzsche wird gearbeitet. So werden auf der Königsbrücker Landstraße zwischen Karl-Marx-Straße und Käthe-Kollwitz-Platz verschlissene Gleise ausgetauscht. Auch die alten Weichen am nicht mehr genutzten Gleisdreieck am Käthe-Kollwitz-Platz werden entfernt. Wegen dieser Arbeiten müssen auch die Buslinien 70 und 80 umgeleitet werden – allerdings innerhalb von Klotzsche und nur bis zum 18. Februar. Die Haltestellen werden trotzdem alle angefahren, sie müssen aber teilweise verlegt werden. Auch die Autofahrer werden umgeleitet. Schilder zeigen, wo es langgeht.

Rund um die alte Gleisschleife Diebsteig müssen Autofahrer ebenfalls mit Einschränkungen rechnen. Dafür werden es dort nach Abschluss der Arbeiten vor allem die Zauneidechsen schön haben. Denn nachdem die Weichen Gleisen gewichen sind, soll ab Frühjahr die komplette Schleife abgerissen und das Areal entsiegelt werden. Dort entsteht ein Habitat für die kleinen, geschützten Reptilien. Aufgeforstet wird die Fläche dafür nicht. Stattdessen entstehen dort Stein- und Totholzhaufen.

Die Kosten für den Abriss der alten Gleisschleife sowie für den Bau des Zauneidechsen-Habitats sind in der Investitionssumme für das neue Gleisdreieck Infineon-Süd enthalten. Sie beträgt fast sechs Millionen Euro. Für die anderen Reparaturen auf der Königsbrücker Straße und Landstraße werden rund 1,6 Millionen Euro investiert. Allein 1,4 Millionen Euro sind für die Arbeiten am Käthe-Kollwitz-Platz notwendig.