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Nach den Spaniern nun Vietnamesen

Die Schiekel GmbH in Dohna findet hier nicht mehr genug Leute. Was bei den Mitarbeitern begann, geht nun bei den Azubis weiter.

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© Daniel Schäfer

Von Heike Sabel

Dohna. Bei Präzisionssysteme Schiekel im Dohnaer Gewerbegebiet ändert sich einiges. In diesem Jahr gibt es die erste junge Frau, die Zerspanungsmechaniker lernt. Sie ist eine von drei Lehrlingen im ersten Lehrjahr und eine von neun insgesamt. Diese Zahl soll nächstes Jahr weiter steigen. Drei Jugendliche haben bereits ihren Lehrvertrag für 2018 unterschrieben.

Dazu gehören neben einem Rosenthaler auch erstmals zwei Vietnamesen. Mit zwei weiteren Vietnamesen stehen Eignungsgespräche bevor. Sie alle haben in ihrer Heimat schon eine Ausbildung hinter sich, sagt Geschäftsführer Peter Schiekel. In Asien werden sie durch das Bildungswerk der sächsischen Wirtschaft auf ihre Lehre und spätere Arbeit in Deutschland vorbereitet und lernen vor allem die deutsche Sprache. Die Internationalität beim mittelständischen Familienunternehmen in Dohna nimmt also weiter zu.

Begonnen hat es mit spanischen Mitarbeitern. Von denen sind jedoch nur drei geblieben. Manche gingen aus familiären Gründen zurück, andere kamen mit der Mentalität hier nicht klar, und es gab auch fachliche Probleme. Inzwischen arbeiten auch Tschechen, Slowaken und Polen in dem Dohnaer Unternehmen, das 2017 sein 25-jähriges Bestehen feierte – und seit Februar auch eine Frau als zweite Geschäftsführerin hat.