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Nach Hamburger Art

Der Tele-Michel in Hamburg ist ein Wahrzeichen der Stadt und Vorbild bei der Sanierung des Dresdner Fernsehturms.

© dpa

Von Franziska Springer

Mitten im Szeneviertel St. Pauli überragt eine Hamburger Sehenswürdigkeit die Stadt, die vielen ihrer Bewohner in ihrer Bedeutung dem weltberühmten Michel kaum nachsteht. Die Rede ist vom Heinrich-Hertz-Turm – im Volksmund als „Tele-Michel“ bezeichnet. Seit 1968 ist der Funkturm das höchste Gebäude der Stadt. Sein Sendemast versorgt Hamburg und das Umland mit Radio und Fernsehen – neuerdings sogar mit dem schnellen Mobilfunkstandard 5G.

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Jetzt ist er noch mehr: ein Vorbild für Dresden, gewissermaßen die Blaupause, wie die Wiederbelebung eines solchen Bauwerks gelingen kann. In Hamburg ist geglückt, was viele nun für Dresden erhoffen: Aussichtsplattform und Restaurant – in Hamburg 2001 aufgrund von Asbestsanierung geschlossen – sollen bis 2023 wieder in Betrieb gehen. Dafür müssen der gesamte Funkturm barrierefrei ausgebaut, der Turmschaft und der Fahrstuhl generalüberholt werden. Auch Anpassungen im Brandschutz sind notwendig, und ein neuer, moderner Eingangskomplex soll am Fuß des Turms entstehen. Kosten: 37 Millionen Euro.

Die Stadt Hamburg, der Bund und die Besitzerin des Turms, die Deutsche Funkturm GmbH, haben sich dafür im November 2017 auf eine Aufgaben- und Kostenteilung geeinigt. Diese sieht vor, dass Stadt und Bund sich die Sanierungskosten teilen. Dafür verpflichtet sich die Eigentümergesellschaft, den Turm für die kommenden 20 Jahre öffentlich zugänglich zu machen – und sucht dafür nach einem Betreiber.

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Möglich wird das durch eine Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags, die vorsieht, für das Sanierungsprojekt finanzielle Mittel aus der Denkmalförderung zur Verfügung zu stellen. Ein ähnliches Vorgehen ist seit Donnerstag auch für den Dresdner Fernsehturm denkbar.