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Baustart nach Ostern

Der Ausbau der B 97-Hirschkurve in Ottendorf-Okrilla musste 2017 überraschend verschoben werden. Nun hat sich eine Baufirma gefunden.

© Archivfoto: Thorsten Eckert

Von Nadine Steinmann

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Ottendorf. So richtig böse waren einige Ottendorfer nicht, als vor rund einem Jahr bekannt wurde, dass der Ausbau der sogenannten Hirschkurve an der Bundesstraße 97 im Ortskern der Großgemeinde nichts wird. Denn solch eine Baustelle ist immer verbunden mit Vollsperrungen, Umleitungen und zusätzlichen Belastungen für die Anwohner und Pendler.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Und 2018 soll das Bauprojekt endlich in die Tat umgesetzt werden. Immerhin ist der Baulastträger – das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) – auch schon einen Schritt weiter, also noch vor zwölf Monaten. Denn diesmal haben sich auf die wiederholte Ausschreibung der Leistungen immerhin ein paar Baufirmen beworben. Vor einem Jahr hatte sich völlig überraschend niemand gefunden. „An der Ausschreibung beteiligten sich mehrere Firmen“, konnte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert aber diesmal verkünden. Den Auftrag bekommen hat schließlich die Dresdner Firma Wolff & Müller Tief- und Straßenbau GmbH & Co.KG.

Nadelöhr wird entschärft

Deren Mitarbeiter sind nach den Osterfeiertagen gefragt. Denn dann sollen die ersten Arbeiten an der Hirschkurve beginnen. Die erfordern zunächst eine halbseitige Sperrung. Denn nach Angaben von Isabel Siebert muss in einem ersten Schritt der Teilrückbau sowie Teilneubau eines weiteren Hauses im Kurvenbereich erfolgen. Zwei Wochen lang wird der Verkehr dann über eine Ampel geregelt.

Ab Juli beginnt der grundhafte Ausbau der Hirschkurve. Ziel der Arbeiten ist es, das Nadelöhr der Bundesstraße zu entschärfen. Momentan gelten hier 30 Stundenkilometer. Um die B 97 an der Stelle zu verbreitern, muss zunächst das alte Haus im Scheitelpunkt der Hirschkurve komplett abgerissen werden. Im Anschluss kann der Straßenausbau beginnen. „Die Arbeiten sollen möglichst noch im November abgeschlossen sein“, teilt Isabel Siebert mit. Allerdings ist eben, wie eingangs erwähnt, eine Vollsperrung der Hauptverkehrsader über die gesamte Bauzeit nötig.

Großräumige Umleitung

Die Umleitung wird – analog der schon durchgeführten Bauabschnitte in Ottendorf-Okrilla – großräumig angelegt. „Es wird eine überregionale Umleitung der B 97 geben. Diese beginnt auf der A 4 am Autobahnkreuz Dresden Nord und führt über die A 13 bis nach Thiendorf auf die B 98. Die B 98 mündet in Laußnitz dann wieder auf der B 97.

In umgekehrter Richtung erfolgt die gleiche überregionale Umleitung“, beschreibt Isabel Siebert den künftigen Verkehrsfluss.

Die regionale Umleitung führt Autofahrer ab Laußnitz über die B 98 bis nach Glauschnitz auf die S 100. Die führt bis nach Radeburg, wo es auf die S 177 geht, die über Medingen bis nach Ottendorf-Okrilla führt. „Die Gegenrichtung ist ebenfalls über die genannte Umleitung ausgeschildert“, so die Behördensprecherin. Bevor die Arbeiten aber tatsächlich starten, soll es für alle betroffenen Anwohner und Pendler eine Bürgerversammlung geben. Hier können eventuelle Rückfragen ausführlich von den Planern des Landesamtes beantwortet werden.

Parallel zu den Arbeiten an der Hirschkurve soll gleichzeitig die wenige Meter entfernte Kreuzung mit der S 177 korrigiert werden. Die Leistungen sind Bestandteil der Gesamtarbeiten und werden dementsprechend ebenfalls von der Dresdner Firma ausgeführt. Doch was verstehen die Planer unter „korrigieren“? „Der Umbau der Kreuzung bezieht sich auf die Vergrößerung der Fahrspurbreite des Rechtsabbiegers im Bereich der Kreuzung von Radeberg kommend in Richtung Laußnitz“, erklärt Isabel Siebert. Denn vor allem Schwerlasttransporter mussten beim Rechtsabbiegen immer wieder über den dortigen Bordstein fahren, der dadurch immer wieder in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Insgesamt kosten die diesjährigen Arbeiten an der B 97 rund eine Million Euro. Die Gemeinde Ottendorf-Okrilla hat einen Eigenanteil von 90 000 Euro zu tragen.