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Nach Sturm drohen starke Gewitter in Sachsen

Sturmtief "Bennet" hat in Sachsen viele Schäden verursacht, auch Menschen wurden verletzt. Nun warnen Meteorologen vor Unwettern im Freistaat.

© imago/westend61

Leipzig. Nach den stürmischen Tagen der jüngsten Zeit können sich die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf mildes Wetter freuen. Am Mittwoch und Donnerstag sollen die Temperaturen auf bis zu 17 Grad steigen. Allerdings warnte der Deutsche Wetterdienst in Leipzig am Dienstag vor starken Gewittern in Ost- und Nordsachsen.

In den vergangenen Tagen hatte Sturmtief "Bennet" mit umgestürzten Bäumen, weggewehten Bauzäunen und durch die Luft fliegender Dachpappe den Verkehr behindert und viele Schäden verursacht. Wie die Polizei mitteilte, fuhr am Montagabend zwischen Hohnstein und Waltersdorf in der Sächsischen Schweiz ein Pick-up gegen einen Baum, der wegen des starken Windes auf die Straße gestürzt war. Die 22-jährige Fahrerein blieb unverletzt.

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In Oelsnitz im Vogtland wurde Dachpappe von Dach eines Hauses heruntergerissen und fiel auf ein Auto. Der Schaden soll sich auf etwa 10.000 Euro belaufen. Auf der Autobahn 4 Dresden-Erfurt wiederum kippte zwischen Wilsdruff und dem Dreieck Nossen der Anhänger eines Kleintransporters um und wurde von der Feuerwehr wiederaufgerichtet.

Auf der Eisenbahnstrecke von Dresden nach Berlin waren Montagabend bei Golßen (Brandenburg) Teile des Dachs einer Lagerhalle auf die Trasse geweht, in die der Eurocity von Budapest nach Hamburg hineinfuhr. Der dabei beschädigte Zug wurde später abgeschleppt. Die rund 200 Reisenden blieben unverletzt und mussten in einen anderen Zug umsteigen.

In Flöha wurde die 68 Jahre alte Mitfahrerin einer 66-Jährigen leicht verletzt, als die Fahrerin wegen eines umgewehten mobilen Verkehrszeichens stark bremsen musste. Der nachfolgende Kleintransporter eines 54-Jährigen fuhr auf; es entstand ein Sachschaden von etwa 7.000 Euro. Auf dem Flughafen in Dresden landete am Montag ein Flugzeug, das auf dem Weg von Rom nach Berlin war. Es konnte die Bundeshauptstadt wegen des Sturms nicht anfliegen.

In Trossin in Nordsachsen wurde ein Auto in einer Kurve von einer Windbö stark nach rechts gedrückt. Die 53-jährige Fahrerin fuhr dadurch in einen Grundstückszaun und prallte gegen einen Baum. Sie wurde verletzt und im Krankenhaus ambulant behandelt. Der Sachschaden liegt laut Polizei im fünfstelligen Bereich.

Mehr als 30 Notrufe gingen am Montagmittag bei der Polizeidirektion Leipzig wegen des Unwetters ein. Kurz zuvor fiel ein Verkehrsschild wegen einer Sturmbö um und traf den Kopf einer 84-Jährigen. Sie musste mit einer Platzwunde medizinisch behandelt werden. (dpa)