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Freital

Nach Wiesen-Streit jetzt Bau-Ärger

Die Grünfläche hinter dem Wohnblock an der Dresdner Straße in Freital wird Parkplatz. Die Arbeiten rufen neuen Protest auf den Plan.

Blick auf die Baustelle.
Blick auf die Baustelle. © Andreas Weihs

Als die Aushänge in den Eingängen von Nummer 262 die Runde machten, platzte es aus einigen Mietern heraus: „Es reicht langsam. Das ist unzumutbar. Wir kommen kaum noch an unsere Häuser ran.“ Grund des Streits war die Ankündigung, dass diese Woche neuer Asphalt auf der Fahrbahn vor dem Wohnblock hinter der Dresdner Straße verlegt und die schmale Gasse komplett gesperrt wird.

Es handelt sich um jenes Haus nahe dem Aldi-Markt, das der Wohnungsgenossenschaft Freital (Gewo) gehört und in dem vor einem Jahr ein heftiger Streit tobte. Anlass waren Pläne der Genossenschaft, eine große Grünanlage zwischen Wohnblock und Bahndamm zum Parkplatz umzubauen und 56 Stellplätze zu schaffen. Als das Vorhaben, das rund eine halbe Million Euro kostet, bekannt wurde, gab es dagegen scharfe Kritik von einem Großteil der knapp 70 Mieter. Sie empfanden das Vorhaben als überdimensioniert, das neue Parkplatzangebot als unnötig. Auf Unmut stieß auch, dass die Mieter zukünftig für ihre Stellplätze bezahlen sollen. Einzig der geplante Fußwegbau fand Zustimmung.

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Nun wird gebaut und es kommt zu neuem Ärger. Die Mieter – die meisten sind Senioren – klagen über extreme Lärm- und Staubbelästigungen. Am schwersten wiegt, dass sie nur noch beschwerlich zu den Hauseingängen kommen. Sie müssen über Gräben steigen und durch Schotterbetten laufen. „Für Menschen, die gehbehindert sind, ist das unmöglich“, berichtet einer. Zudem funktioniert seit einigen Tagen die Straßenbeleuchtung nicht mehr.

Bei der Gewo bittet man um Nachsicht. Der Parkplatzbau sei notwendig, um den ständigen Stellplatzmangel zu beseitigen, heißt es. Wenn man jetzt baue, dann mit einer Lösung, die auch in Zukunft trägt. Die Bauarbeiten sind weit fortgeschritten und sollen im September beendet sein.