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Nach Wildunfall immer die Polizei alarmieren

Selbst bei Bagatellschäden am Auto könnte sich das Wild verletzt haben. Oft werden die Tiere dann zu spät gefunden.

© Symbolfoto/dpa

Region Döbeln. Mit Herbstbeginn steigt auch die Gefahr des Wildwechsels auf Mittelsachsens Straßen. Das führt häufiger zu Unfällen. Nicht immer rufen Kraftfahrer danach die Polizei, vor allem bei Bagatellschäden nicht. Diese Erfahrung hat Lutz Grundmann, Jäger in Ziegra, gemacht. Er appelliert, auch bei kleineren Zusammenstößen die 110 zu wählen, selbst wenn das Wildtier schon verschwunden ist. Es könnte sich bei der Kollision verletzt haben. Wird keine Polizei alarmiert, könne das Tier irgendwo leiden. Die Beamten rufen in der Regel die zuständigen Jäger, die sich dann mit Hund auf die Suche nach dem Wild machen. „Jedes Tier hat ein Recht von seiner Qual erlöst zu werden“, betont Grundmann.

Werden Polizei und Jäger nicht in Kenntnis gesetzt, werden die verletzten Tiere sich selbst überlassen. Oft wird das Wild, meist handelt es sich dabei um Rehe, Füchse und Wildschweine, dann von Mitarbeitern der Straßenmeisterei gefunden.

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Die Polizei zu alarmieren ist auch aus versicherungstechnischen Gründen ratsam. Denn diese verlangt in der Regel einen Nachweis über den Wildunfall, wenn am Ende doch Schäden am Auto geltend gemacht werden sollen. „Im Nachhinein ist ein Wildunfall nicht immer zweifelsfrei nachzuweisen“, so eine Mitarbeiterin des Allianz-Büros von Markus Kaczmarsch in Döbeln. (DA/mf)