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Löbau

Nach zwei Jahren: Löbaus Museum öffnet

Gezeigt wird vorerst aber nur ein kleiner Teil der Exponate dauerhaft. Denn die Stadt hat mit der Einrichtung noch viel größeres vor.

Museumsleiterin Corinna Wandt im Löbauer Stadtmuseum.
Museumsleiterin Corinna Wandt im Löbauer Stadtmuseum. © Archivfoto: Matthias Weber

"Das Museum ist ja nicht zu", betont Corinna Wandt. Die Einrichtung zeigt regelmäßige Sonderausstellungen und öffnet dazu einen Teilbereich für Besucher. 

Bald wird es aber auch wieder eine Dauerausstellung geben. Nachdem der Museumsbestand mit seinen Ausstellungsstücken gesichtet und aussortiert worden ist, haben Corinna Wandt und ihre Mitarbeiter nun eine Schau zum Handwerk zusammengestellt. Ab Dezember soll sie dauerhaft zu sehen sein. Ab dem Frühjahr sollen außerdem Exponate zur Stadtgeschichte dauerhaft präsentiert werden. Hinzu kommen Sonderausstellungen, zwei bis drei pro Jahr will das Museums-Team anbieten. In dieser Form - mit den beiden dauerhaften Themenbereichen und zusätzlichen Sonderschauen - soll das Museum die nächsten fünf bis sechs Jahre bestehen bleiben. 

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Später plant die Stadt dann den Umzug der Einrichtung in die ehemalige Nudelfabrik. Das historische Fabrikgebäude hat die Stadt ersteigert und möchte sie umbauen. Auch eine inhaltliche Verbindung zum Bauhausdenkmal "Haus Schminke" gleich nebenan soll es geben. In diesem Zusammenhang müsse auch die Konzeption für das Museum entsprechend überarbeitet werden, so Museumsleiterin Corinna Wandt. "Wenn das alles so klappt, haben wir hier eine einzigartige Einrichtung", blickt die Chefin voraus. Zuvor stehen aber noch umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Nudelfabrik an. Damit Besucher auch in der Zwischenzeit etwas anzuschauen haben, wird eben erst mal ein Teil der Ausstellungsstücke im alten Gebäude wieder gezeigt. 

Über den neuen Standort zeigt das Museum derzeit außerdem im Löbauer Rathaus eine Schau. Es geht um die Geschichte der Anker Teigwaren Fabrik in Löbau - kurz: Nudelfabrik. Dass die Nudelfabrik ein großes Thema in Löbau ist, das viele interessiert, haben die Museumsleute auch schon bei öffentlichen Führungen gemerkt, die in der Fabrik stattfanden. "Der Ansturm war groß", erzählt Frau Wandt. Deshalb sind nun am 28. November noch einmal öffentliche Führungen geplant. Wer einen Blick ins Gebäude werfen möchte, kann sich im Museum dazu anmelden.

Das Löbauer Stadtmuseum in der Johannisstraße (hier ein Archivfoto) öffnet bald wieder. An dem Standort soll es aber nicht auf Dauer bleiben. 
Das Löbauer Stadtmuseum in der Johannisstraße (hier ein Archivfoto) öffnet bald wieder. An dem Standort soll es aber nicht auf Dauer bleiben.  © Matthias Weber

Das Stadtmuseum ist mittlerweile seit knapp zwei Jahren nicht mehr in der bisher gewohnten Form geöffnet. Anfang 2018 schloss die Stadt die Einrichtung für eine Inventur. Zwei Monate Schließzeit waren ursprünglich angesetzt. Es dauerte viel länger als geplant, schließlich entschied sich die Stadt, mit dem Museum gänzlich neu anzufangen. Eine neue Museumsleiterin wurde gesucht. Kurzzeitig war die Stelle dann auch im vorigen Sommer besetzt, schnell verließ die neue Kollegin Löbau aber wieder. Ende 2018 übernahm Corinna Wandt, die bereits das Stadtarchiv leitete, den Posten. Sie ist nun Chefin beider Einrichtungen: des Archivs und des Museums. Unter ihrer Leitung hat sich unterdessen schon viel getan, bereits Ende des vorigen Jahres öffnete das Museum wieder seine Türen für eine Sonderausstellung. 

Unterstützt wird Frau Wandt inzwischen von einer Museumspädagogin. Sie gestaltet Angebote für Kinder- und Schülergruppen, bei denen sie Geschichte auf kreative Weise erleben können. So konnten Kinder zum Beispiel schon Papier schöpfen oder in den vergangenen Herbstferien Comics zeichnen. 

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