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Nachbarn baggern um Braunkohle

Wie viele Bieter es für die Lausitzer Braunkohle-Sparte von Vattenfall gibt, ist unklar. Die Umweltorganisation Greenpeace flog unlängst aus dem Verfahren. Dafür sind Firmen aus Tschechien stark vertreten.

© dpa

Prag/Cottbus. Der tschechische Energiekonzern CEZ ist nach eigenen Angaben weiter im Rennen um den Verkauf des Lausitzer Braunkohlereviers. Der mit der Veräußerung beauftragte Finanzdienstleister Citigroup habe das Unternehmen eingeladen am Bieterverfahren teilzunehmen, teilte eine Konzernsprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Prag mit.

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Vor rund einer Woche hatte die Umweltorganisation Greenpeace bekanntgemacht, dass sie aus dem Rennen sei. In einer ersten Stufe des Verkaufsprozesses hatte sie wie andere Firmen auch vor einiger Zeit formal ihr Interesse bekundet. Den Umweltaktivisten schwebte eine Stiftung vor, deren Startkapital Vattenfall liefern sollte. Die Braunkohle-Verstromung in der Lausitz sollte dann bis spätestens 2030 beendet werden.

Voraussichtlich im nächsten Jahr soll nach Vattenfall-Angaben ein Käufer feststehen. Neben dem teilstaatlichen Konzern CEZ haben zwei weitere tschechische Konzerne Interesse an der Braunkohle. Wie viele Bieter es insgesamt gibt, ist aber unklar.

Vor rund einem Jahr hatte der schwedische Staatskonzern Vattenfall seine Verkaufspläne bekanntgemacht. Schweden will, dass sich das Unternehmen stärker auf erneuerbare Energien ausrichtet. In Sachsen und Brandenburg betreibt Vattenfall derzeit fünf Braunkohlegruben und mehrere Kohlekraftwerke.

Rund 8 000 Menschen sind in der Branche beschäftigt. Die Lausitz ist das zweitgrößte Braunkohlerevier in Deutschland nach dem Rheinland. Die Länder Brandenburg und Sachsen halten Braunkohle für eine wichtige Brückentechnologie hin zu erneuerbaren Energien und sprechen sich klar für den fossilen Energieträger aus.

Zugleich gibt es von vielen Seiten Kritik an der Braunkohle, die als besonders „schmutziger Energieträger“ gilt. Es wird unter anderem beklagt, dass für den Abbau in den Gruben ganze Orte abgebaggert werden müssen. (dpa)