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Nachbarschafts-Duell gegen den Abstieg

Mehr Krise geht kaum: Dynamo und der VfL Bochum haben 2018 noch nicht gewonnen. Beim Duell setzt Dresdens Trainer Uwe Neuhaus wieder auf den Ein-Mann-Sturm.

© Robert Michael

Von Daniel Klein

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Dresden. Sechs Stammkräfte fehlen wegen Verletzungen oder Sperren, Neuzugang Moussa Koné ist noch nicht da: Die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen den VfL Bochum am Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr) ist nicht gerade die beste. Hinzu kommt die Tabellensituation, nur ein Punkt trennt die Schwarz-Gelben vom Relegationsrang. „Es gibt eine Menge Unzufriedenheit in der Kabine“, erklärte Manuel Konrad, der erneut den verletzten Kapitän Marco Hartmann vertreten wird. „Wir wissen alle, was auf dem Spiel steht. Ich bin mir sicher, es wird eine Reaktion kommen.“

Das ist auch nötig, um nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel zu geraten. Neuverpflichtung Koné wird da noch nicht viel helfen können. Seine Ankunft in Dresden wird nun für Freitagabend erwartet. Eigentlich sollte er schon einen Tag eher kommen, doch laut Neuhaus sei „auf der Botschaft was dazwischengekommen“, offenbar mit dem Visum. Für die Startelf kommt der Offensivspieler deshalb wohl nicht infrage. „Eine Trainingseinheit ist nicht viel, aber ausschließen möchte ich es nicht.“ Dafür hat sich Neuhaus beim System festgelegt. Die Variante mit zwei Stürmern, die er bei der Auswärtspartie in Sandhausen ausprobiert hatte, bekommt vorerst keine zweite Chance. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass drei Positionen noch offen sind, dazu gehört die ganz vorne“, erklärte Neuhaus. Dort wird wohl Marco Röser stürmen, Peniel Mlapa gegen seinen Ex-Verein nur auf der Bank sitzen.

Verzichten muss Neuhaus auch auf die gesperrten Florian Ballas (fünfte Gelbe) und Haris Duljevic (Sperre nach Schiedsrichterbeleidigung). „Die Mannschaft weiß, wie wichtig ein Heimsieg wäre. Langsam muss es ja auch mal gut sein mit dem Selbstbedienungsladen hier“, erklärte der Trainer. Die vielen sieglosen Partien im eigenen Stadion hinterlassen auch auf den Rängen Spuren. 24 000 Zuschauer erwartet Dynamo am Sonntag, viele Plätze werden leer bleiben.

Voraussichtliche Dynamo-Aufstellung: Schubert – Seguin, F. Müller, Franke, Heise – Konrad – Möschl, Hauptmann, Benatelli, Berko – Röser.