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Pirna

Nachhaltigkeits-Nachhilfe für den IPO

Der geplante Industriepark Oberelbe hat ein Problem unter anderem mit dem Wasser-Management. Nun werden Fachleute drauf schauen.

© Symbolfoto: dpa

Eine der größten Herausforderungen für die Planer des Industrieparks Oberelbe (IPO) ist das Wassermanagement auf dem Gelände. Das vorgesehene rund 140 Hektar große Areal am Feistenberg beiderseits des Pirnaer Autobahnzubringers B172a ist abschüssig, Niederschlag fließt hier vor allem in Richtung Pirna-Zehista ins Seidewitztal ab. 

Bei einer Flächenversiegelung müsste anfallendes Regenwasser nahezu komplett im IPO zurückgehalten und dann kontrolliert abgeleitet werden, andernfalls drohen im Tal Überschwemmungen. Dies ist ein Grund, warum Anwohner den IPO-Plänen sehr skeptisch gegenüberstehen. Viele haben Bedenken, dass das nötige Wassermanagement in der Praxis nicht funktioniert.

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Um sich Fachkompetenz bei der Suche nach Lösungen für das Problem zu sichern, hat Pirna sich im Namen des IPO-Zweckverbandes bei einem bundesweiten Nachhaltigkeits-Wettbewerb beworben. Jetzt ist die Stadt von einer Jury ausgewählt worden – und bekommt ein Jahr lang Entwicklungshilfe beim Thema Nachhaltigkeit.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, beginnt Pirna im September ein Coaching gemeinsam mit dem Institut für angewandtes Stoffstrom-Management (IfaS) mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Dabei sollen vor allem Ansätze gefunden werden, den IPO zu einem nachhaltigen Technologiepark zu entwickeln, unter anderem mithilfe kluger Lösungen für das Regenwasser-Problem. Das IfaS-Institut könne dabei auf Forschungsergebnisse und Praxisbeispiele aus ganz Deutschland zurückgreifen, die unter anderem aus dem Nachhaltigkeitsprogramm des Bundesforschungsministeriums stammen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die Auswahl von Pirna als eine von bundesweit 27 Kommunen beim Wettbewerb „Roadshow Nachhaltige Entwicklung“ soll für die Stadt weitere Vorteile bringen. Unter anderem könne man von den Erfahrungen anderer Städte profitieren, heißt es.


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