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Nachtflug-Streit am Flughafen Leipzig/Halle geht weiter

Die Nachtflug-Gegner in Leipzig wollen ihre angekündigte Verfassungsklage in Karlsruhe erst im September einreichen.

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Leipzig/Halle - Man müsse zuvor noch die Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts prüfen, die noch nicht vorliege, sagte der Sprecher der Initiative für ein Nachtflugverbot auf dem Flughafen Leipzig/Halle, Karsten Braun. Zudem müssen noch die Mitglieder der Initiative die Klage auf einer Versammlung Mitte September formell beschließen, sagte Braun. Bisher gibt es nur einen Beschluss des Vereinsvorstandes. Der Mitgliederbeschluss könne notfalls aber auch rückwirkend erfolgen, wenn sonst Fristen nicht eingehalten werden könnten.

Die Anwohner wollen mit der erneuten Klage auf das durch die Verfassung garantierte Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit pochen. Dazu gehöre auch der Schutz vor Fluglärm. Bei der Verfassungsbeschwerde geht es daher um eine grundsätzliche Abwägung von Nachtflügen.

Das Bundesverwaltungsgericht wies am 24. Juli drei Musterklagen von Nachtflug-Gegnern ab. Die Richter erlaubten damit auch künftig in der Nacht die häufigen Frachtflüge sowie zivile Flüge im Auftrag der US-Armee. Passagiermaschinen dürfen weiterhin auch am sehr späten Abend und am frühen Morgen fliegen. Die Anwohner wollten ein weiterreichendes Verbot von Nachtflügen und mehr Schutz vor Fluglärm erreichen. (dpa)