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Nächste Bauetappe vor der Carolabrücke

Bagger heben jetzt die Baugrube am Rathenauplatz aus. Dort entsteht ein unterirdisches Wehr, um die Elbe zu schützen.

Von Peter Hilbert

Der Bau hinter dem Altstädter Ende der Carolabrücke geht in eine neue Phase. Auf dem Rathenauplatz errichtet die Stadtentwässerung ein unterirdisches Wehr, das in der Fachsprache Trenn- und Steuerbauwerk heißt. Bis Ende September waren die Wände der künftigen Baugrube aus 60 Zentimeter starken Stahlbeton-Pfählen hergestellt worden. Allerdings waren danach noch weitere Detailplanungen nötig. Jetzt hat der Aushub der 17 Meter langen und neun Meter tiefen Baugrube begonnen. Das teilte Investitionschef Torsten Seiler von der Stadtentwässerung mit.

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Die Bagger benötigen etwa einen Monat, um die Baugrube auszuheben. In dieser Zeit werden zudem die Verbauwände aus Stahlträgern und Holzbohlen in den Anschlussbereichen hergestellt. Danach beginnen die Betonierarbeiten in der Baugrube. Der erste Teil des Abwasserbauwerks unter der Straße soll spätestens im Mai nächsten Jahres fertiggestellt sein. Dann muss der Verkehr nicht mehr die Umleitung über die Mitte des Rathenauplatzes nutzen, sondern kann wieder auf der erneuerten Fahrbahn zum Pirnaischen Platz rollen. Bis September 2019 wird der Teil unter der Verkehrsinsel gebaut. Geplant ist, die Restarbeiten bis zum Frühjahr 2020 abzuschließen. Für das Großprojekt investiert die Stadtentwässerung rund 3,5 Millionen Euro.

Unterm Rathenauplatz verläuft ein Kanal, in dem das Abwasser aus der Innenstadt in Richtung Klärwerk fließt. Allerdings mündet er in einen kleineren Kanal, sodass verdünntes Abwasser bei Starkregen über ein kleines seitliches Wehr ungereinigt in die Elbe fließt. Mit dem neuen Wehr läuft bei Starkregen künftig kaum noch Abwasser in die Elbe über, sodass die Umwelt geschont wird.