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Weißwasser

Nächste Enttäuschung für die Füchse

In Ravensburg kassiert Weißwasser eine 6:1-Niederlage. Entscheidend war ein „Blackout“ im Mitteldrittel.

Torwart Mac Carruth stand in Ravensburg von Anfang an unter Beschuss, hielt seinen Kasten lange sauber, bevor seine Vorderleute es dem Gegner zu leicht machten. Nach dem fünften Gegentreffer verließ er entnervt das Tor.
Torwart Mac Carruth stand in Ravensburg von Anfang an unter Beschuss, hielt seinen Kasten lange sauber, bevor seine Vorderleute es dem Gegner zu leicht machten. Nach dem fünften Gegentreffer verließ er entnervt das Tor. © Titus Fischer

Da dürfte der Weihnachtsbraten für die Füchse-Fans einen bitteren Nachgeschmack haben. Die Weißwasseraner verloren bei den erheblich ersatzgeschwächten Ravensburg Towerstars mit 7:1 (0:0, 5:0, 2:1) und waren nach einem manierlichen ersten Drittel chancenlos, vor allem, weil sie in „schwarzen fünf Minuten“ im Mitteldrittel vier Gegentore am Stück kassierten. Wenig später war auch Torwart Mac Carruth entnervt.

Die Füchse begannen beim amtierenden Meister sehr selbstbewusst. Die Gastgeber hatten mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen, hatten Nachwuchsspieler nachlizensiert, für die es noch keine Aufwärmtrikots gab, so dass sie sich gleich in den Spieltrikots erwärmt hatten. Diese Information schien die Füchse zu beflügeln. Gleich nach 30 Sekunden gab es eine Riesenchance, als Ravensburg-Torwart Olafr Schmidt den Puck hinter dem eigenen Tor an Breitkreuz verlor, der die Scheibe direkt zu George passte. Aber der Füchse-Stürmer traf den springenden Puck nicht richtig und verfehlte das leere Tor. Eine erste Überzahl beendeten die Füchse selbst schnell wieder durch einen Puckverlust und ein Foul von Keussen. Torwart Mac Carruth, der zuletzt in Bayreuth pausiert hatte, geriet nach und nach unter Beschuss, strahlte aber sofort wieder die gewohnte Sicherheit aus. Die Füchse erhöhten nach und nach das Tempo und hatten ab der neunten Minute eine starke Phase mit mehreren Schüssen auf das Tor von Ex-Fuchs Olafr Schmidt. So richtig gefährlich wurde es aber – auf beiden Seiten nicht.

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Das zweite Drittel begann mit einer Überzahl für die Ravensburger, die die Füchse überstanden. Der Spielfluss war aber verloren. Und dann passierte es: die Füchse verloren einen entscheidenden Zweikampf (Murphy gegen Fitzgerald) und nach einem Pass vor das Tor hatte Just das leere Tor vor sich (28.). Der Jubel über die Ravensburger Führung war kaum verhallt, da erlaubten sich die Füchse den nächsten Fehler. Diesmal unterlief George ein Fehlpass im Angriffsdrittel, die die Gastgeber zu einem 2:1-Konter nutzten. Gams schloss selbst ab, Kania blockte den mitlaufenden Spieler zwar ab, aber Gams konnte den Abpraller selbst vollenden (29.). Nur 26 Sekunden später stand es 3:0. Diesmal bekamen die Füchse den Puck vor dem eigenen Tor nicht geklärt, am Ende beförderte wohl Murphy den Puck ins eigene Tor. Füchse-Trainer Corey Neilsson nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft wieder „einzunorden“. Das half nichts. Nur 78 Sekunden nach dem 4:0 war das Spiel endgültig entschieden. Gams war links frei durch und traf in die lange Ecke (32..). Binnen gut vier Minuten hatten die Füchse vier Gegentore bekommen. Der Schock saß tief, das Rückzugsverhalten stimmte auch danach deutlich sichtbar nicht. Es kam infolgedessen zu einer nächsten Zeitstrafe. Strobel scheiterte dabei mit einem Unterzahlkonter allein aufs Tor zulaufend an Strobel. Corey Neilsson schickte anders als sonst diesmal auch die „Techniker“ Hammond und George in Unterzahl aufs Eis. Die Lausitzer bekamen den Puck dann unmittelbar vor dem Tor nicht geklärt. Gams, der gerade erst von Bad Tölz nach Ravensburg gewechselt war, konnte die Scheibe mit der Rückhand ungehindert an Mac Carruth vorbei ins leere Tor schieben – sein drittes Tor. Nach dem fünften Gegentreffer verließ Carruth entnervt das Tor, legte seinen Schläger an der Bande ab und stapfte fassungslos in die Kabine. Niklas Zoschke kam zum Einsatz. Die Ravensburger versuchten, das gleich auszunutzen und feuerten aus allen Lagen aufs Füchse-Tor. Weiteren Schaden konnten die Füchse noch einmal abwenden, aber das Spiel war natürlich entschieden.

Im Schlussdrittel ging es den Ravensburgern zunächst offensichtlich darum, dem eigenen Torwart das Zu-Null-Spiel zu sichern. Sie gingen kaum noch ein Risiko ein, kamen aber trotzdem zu Chancen. Zoschke rettete einmal klasse gegen Driendl, musste dann aber einen Handgelenkschuss von Mayer bei guter Sicht und aus relativ großer Entfernung passieren lassen (47.). Auch danach waren eher die Gastgeber am Drücker. Den Füchsen gelang dann in Überzahl noch der Ehrentreffer durch Hammond. Ein Treffer der Ravensburger aus spitzem Winkel in die kurze Ecke rückte die Verhältnisse wieder gerade.

Die Stimmung im Füchse-Bus dürfte auf der Rückfahrt gedrückt sein. Aber es geht schon morgen, am Sonnabend, mit einem Heimspiel gegen Bietigheim weiter.

Statistik

Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse 7:1 (0:0, 5:0, 2:1)

Tore:
1:0 Robin Just 27:41 (O’Donnell, Fitzgerald)
2:0 Timo Gams 29:00 (Fomin)
3:0 Vincenz Mayer 29:26 (Just, Haaranen)
4:0 Timo Gams 30:54 (Haaranen, Brandl)
5:0 Timo Gams 35:10 (Überzahl, Fitzgerald, O’Donnell)
6:0 Vincenz Mayer 46:03 (Svoboda)
6:1 Mike Hammond 55:10 (Überzahl, Keussen, Farmer)
7:1 Myles Fitzgerald 58:43 (Seifert)

Ravensburg Towerstars
Tor: Schmidt
Abwehr: Seifert, Haaranen – Sturm, Keller – Wirz, Kolb
Sturm: O‘Donnel, Fitzgerald, Driendl – Mayer, Just, Svoboda – Brandl, Fomin, Gams – Dalldush, Rodrigues, Kornelli

Lausitzer Füchse
Tor: Carruth
Abwehr: Keussen, Karrer – Pozivil, Granz– Kania, Monteith
Sturm: George, Breitkreuz, Hammond – Farmer, Murphy, Kuschel – Boiarchinov, Schwamberger, Andres – Strodel, Rentsch

Schiedsrichter: Robert Paule, Erich Singaitis
Strafen: Towerstars 12, Füchse 10
Zuschauer: 3.418