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Nächste Monate werden spannend

Die unsichtbare Bedrohung – Catharina Karlshaus über die neue Datenschutzverordnung.

© Kristin Richter

Am 25. Mai beginnt eine neue Zeitrechnung. Zumindest prophezeien das momentan alle einschlägigen Experten in Sachen Datenschutz. Endlich sollen europaweit einheitliche Regularien wirksam werden, um das datenschutzrechtliche Stückwerk zu beseitigen. Eigentlich eine gute Sache. Oder nicht?

Wie immer im Leben wird es auch hier darauf ankommen, wie positiv oder negativ letztlich der Praxistest verläuft. Denn mit der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung – schon das Wort lässt vermuten, das es auf dem Weg dahin etwas holpern könnte – sind schließlich knallharte Regularien geschaffen worden. Vom ersten Tag an können Bürger, Konsumenten und Internetnutzer auf die Rechte an ihren eigenen Daten pochen und diese einklagen. Nicht nur für Internetkonzerne wie Google und Facebook, sondern jeden Betrieb, gelten diese deutlich strengeren Auflagen.

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Die Durchsetzung von Strafen wird dabei sicherlich alles andere als leicht werden. Zwar darf sich beispielsweise künftig jeder Nutzer bei der jeweiligen Datenschutzbehörde seines Bundeslandes über Facebook beschweren. Das eigentliche Verfahren übernimmt dann allerdings die Behörde an der Hauptniederlassung des Internetriesen in Hamburg.

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Unter den deutschen Unternehmen herrscht laut Umfragen eine gewisse Unsicherheit, wie Beschwerden künftig ablaufen. Manche befürchten sicher nicht zu unrecht, dass sich ganze Heerscharen von Juristen ein neues Geschäftsfeld sichern könnten. Und damit nicht genug. Vor allem kleinere Firmen tappen noch völlig im Dunkeln oder verfügen gar nicht über das notwendige Personal, um die Verordnung restlos umzusetzen. Schon deshalb dürften die nächsten Monate spannend werden.

E-Mail an Catharina Karlshaus