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Nächster Weißeritz-Abschnitt im März flutsicher

Dresdens gefährlichster Fluss hat jetzt auch ab der Wernerstraße ein viel tieferes Bett bekommen.

© René Meinig

Von Peter Hilbert

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Dresdens gefährlichster Fluss wird für eine 500-jährliche Flut wie 2002 auf einer Länge von 4,5 Kilometern ausgebaut. 2009 hatten die Arbeiten an der Weißeritz begonnen. Damit mehr Wasser abfließen kann, wird das Flussbett um durchschnittlich 1,5 Meter ausgebaggert und neu befestigt. Rund zwei Drittel sind schon ausgebaut. Derzeit nähern sich auch die Hauptarbeiten im nächsten Abschnitt dem Ende, erklärt Projektleiter Reinhard Scholz von der Landestalsperrenverwaltung (LTV).

Dabei handelt es sich um das rund 400 Meter lange Stück zwischen den Brücken Fröbel- und Wernerstraße. Dafür war in der Flussmitte ein sogenannter Fangedamm aus stählernen Spundbohlen in den Untergrund getrieben worden. Während auf einer Seite das Wasser vorbeigeleitet wurde, konnte auf der anderen, trockenen Hälfte gebaut werden. Seit über einem Jahr fließt dort die Weißeritz, damit der andere Teil flutsicher gestaltet werden kann. Im unteren 200-Meter-Abschnitt vor der Brücke Fröbelstraße ist dies schon geschafft. „Dort konnte der Fangedamm mit dem Rammgerät wieder herausgezogen werden“, sagt Scholz. Die Flusssohle ist komplett fertig. Sie wurde mit Natursteinen befestigt. Dort ist eine fünf Meter breite und 70 Zentimeter tiefe Mittelwasserrinne angelegt worden. Jetzt wird die Böschung im flussaufwärts liegenden Abschnitt mit Betonsteinen befestigt. Nur im Bereich der beiden Pfeiler der Löbtauer Brücke, die in der Weißeritz stehen, geschieht das mit deutlich härteren Granitsteinen. Das ist nötig, damit die Böschung nicht durch die von den Pfeilern verursachten Wirbel im Wasser beschädigt wird. Ende März sollen diese Bauarbeiten komplett beendet sein. Bis November dieses Jahres werden dann die beiden provisorischen Gewässerzufahrten flussabwärts der Brücke Fröbelstraße beseitigt. Der stählerne Damm in der Flussmitte bleibt aber weiter stehen.

Das ist nötig, da Baumaschinen die Zufahrt zur Weißeritz an der Brücke Wernerstraße nutzen müssen. Nur so kommen sie zur Baustelle am Weißeritzknick neben der Löbtauer Straße. Dort wird künftig die Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße ausgebaut. Deshalb kann die dortige Flusszufahrt nicht mehr genutzt werden. (SZ/phi)