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Nächtliche Umwege am Fetscherplatz

Die Verkehrsbetriebe errichten eine neue Fahrleitungsanlage. Dass die Arbeiten so lange dauern, hat einen simplen Grund.

Von Sarah Herrmann

Wer Mittwoch- und Donnerstagnacht mit der Straßenbahn unterwegs ist, muss sich auf Umleitungen gefasst machen. Denn die Fahrzeuge der Linie 4 fahren an beiden Tagen zwischen 1.10 Uhr und 3.10 Uhr nur bis zum Straßburger Platz. Ab dort werden Ersatzbusse eingesetzt. Bis September 2018 kann das Umsteigen zu später Stunde noch häufiger auf die Fahrgäste zukommen.

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Denn so lange dauern die Arbeiten an der Fahrleitungsanlage entlang der Fetscherstraße noch. „Nach beinahe 40 Jahren hat sie ausgedient. Die mechanische und elektrische Belastung zieht über die Jahre einen ganz normalen Verschleiß des Fahrdrahtes nach sich. Die alten Betonmasten stammen überwiegend von 1980 und mussten jeder Witterung trotzen. Auch das hinterlässt langfristig Spuren an der Stabilität“, sagt Falk Lösch, Pressesprecher der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB).

Seit November vergangenen Jahres werden nun 102 alte Masten demontiert. Dafür werden 81 Stahlmasten errichtet, teilweise an den alten, aber auch an neuen Standorten. Sie sind schlanker und fallen weniger auf. Außerdem lassen sie sich durch Beschichtung und Farbanstrich besser gegen Rostschäden schützen. Wenn die neuen Masten stehen, wird die Aufhängung ausgetauscht. Insgesamt 2 550 Meter sogenannte Kettenfahrleitung sorgen dann für eine verbesserte Stromabnahme durch die Straßenbahnen. Das Straßenbauamt montiert zudem eine neue Beleuchtung.

Die neue Fahrleitungsanlage kostet rund 1,7 Millionen Euro. 1,2 Millionen werden vom Freistaat getragen, der Rest wird von den Verkehrsbetrieben übernommen. Die lange Bauzeit kommt dadurch zustande, dass die Arbeiten unter laufendem Verkehr erledigt werden. Straßensperrungen gibt es keine und die Straßenbahnen werden nur nachts umgeleitet, wenn ohnehin weniger Fahrgäste unterwegs sind.