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Nächtlicher Frost dämpft Erwartungen für Erdbeerernte

Am 22. Mai beginnt die Erdbeersaison. Noch ist unsicher, ob die Ernte gut wird: Später Frost hat viele Blüten zerstört.

© dpa

Dohna. Sachsens Obstbauern bangen um ihre Erdbeerernte. Nächtlicher Frost habe in der vergangenen Woche viele Blüten erfrieren lassen, hieß es vom Landesverband Sächsisches Obst. „Es wird schon mal keine Rekordernte“, sagte Geschäftsführer Udo Jentzsch. Kirschen und Äpfel hätten ebenso unter dem Frost gelitten.

Wo und bei welcher Sorte die Schäden am größten waren, sei noch nicht klar. Schon Ende März hatte der Verband gewarnt, dass viele Obstbäume dieses Jahr wegen der milden Temperaturen besonders früh aufgeblüht seien. „Die Pflanzen sind dann in der empfindlichsten Phase“, sagte Jentzsch.

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Auch die Erdbeerpflanzen seien zunächst gut über den Winter gekommen. Besonders in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag seien die Temperaturen dann aber von Plusgraden tagsüber auf bis zu sechs Grad unter null gesunken, erläuterte Jentzsch. Als Saisonauftakt sei der 22. Mai geplant. Weiterer Frost, Hochwasser oder zu große Hitze könnten die Ernte aber noch gefährden.

Sachsen gehört zu den kleineren Erdbeerproduzenten in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ernteten Bauern im Jahr 2013 auf 648 Hektar Anbaufläche im Freistaat rund 3.000 Tonnen Erdbeeren. Im Vergleich dazu produzierte Niedersachsen als Spitzenreiter rund 42.700 Tonnen. (dpa)