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Nagelsmanns Premiere glückt

RB Leipzigs neuer Trainer feiert zum Einstand einen Sieg im Pokal. Vom Klassenunterschied war aber kaum etwas zu merken.

Alle Augen auf Julian Nagelsmann: Das erste Pflichtspiel mit RB Leipzig ist gewonnen, doch der Trainer hat bis zum Ligastart noch viel Arbeit vor sich. © dpa

Holpriges Debüt, Pflicht erfüllt: Julian Nagelsmann hat eine erfolgreiche Premiere bei RB Leipzig gefeiert. Die Sachsen bescherten ihrem neuen Trainer mit dem glücklichen 3:2 beim Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück einen gelungenen Pflichtspiel-Start und zogen trotz einer über weite Strecken enttäuschenden Vorstellung in die zweite Runde des DFB-Pokals ein.

Marcel Sabitzer mit einem Doppelpack (7. und 31.) und Lukas Klostermann (29.) trafen für den großen Favoriten und letztjährigen Pokalfinalisten. Etienne Amenyido (9.) hatte für die leidenschaftlich kämpfenden Osnabrücker zwischenzeitlich ausgeglichen. Marcos Alvarez sorgte mit seinem verwandelten Handelfmeter (73.) für den 2:3-Anschlusstreffer und eine nervenaufreibende Schlussphase.

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„Es war ein packendes Spiel. Zu Hause vorm Fernseher hätte ich das Spiel gefeiert“, sagte Nagelsmann: „Das war ein tolles Stadion und eine extreme Kulisse. Wir waren am Ende platt und zerfahren und haben kaum noch Entlastung gehabt. Ich bin froh, dass wir die Spannung hatten, weitergekommen sind und ein gutes Spiel gesehen haben.“

In der aufgeheizten Atmosphäre in Osnabrück waren die Augen vor allem auf RB-Coach Nagelsmann gerichtet – und das lag nicht bloß an seinem farbenfrohen Outfit mit knallrotem Poloshirt, hochgekrempelter blauer Chino-Hose und strahlend weißen Turnschuhen. Die großen Fragen: Was konnte Nagelsmann seinem Team in den fünf Wochen seit seinem Wechsel von 18899 Hoffenheim schon vermitteln? Wie weit ist Leipzig kurz vor dem Start?

Die ersten Antworten ließen nicht lange auf sich warten. Nagelsmann hatte am Spielfeldrand kaum Platz genommen, da durfte er gleich das erste Mal für sein neues Team jubeln. Doch die Freude währte nicht lange: Der VfL glich nach passivem Leipziger Defensivspiel fast im Gegenzug aus und ließ das Stadion an der Bremer Brücke beben. Fortan war von einem Klassenunterschied erst einmal nichts zu spüren.

Auch im zweiten Abschnitt bot sich zunächst das gleiche Bild. Osnabrück zeigte eine beherzte Vorstellung, setzte die Gäste phasenweise unter Dauerdruck und hatte mit Marc Heider, als er in der 56. Minute allein auf Mvogo zulief, die große Chance zum Anschlusstreffer. Dieser gelang dem eingewechselten Alvarez dann eine Viertelstunde vor Schluss - doch am Ende jubelten Nagelsmanns Leipziger. (sid)

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