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Nahverkehr soll weiter wachsen

© Sven Ellger

Die SPD hat einen neuen Dresdner Vorstand und zwei Beauftragte für Erneuerung.

Von Kay Haufe

Die Palette des Dresdner SPD-Parteitages am Samstag war mehr als bunt. Die Genossen wählten nicht nur einen neuen Vorstand, sondern legten inhaltliche Leitlinien für die Kommunalwahl 2019 fest. Und die betreffen sehr viele Bereiche des öffentlichen Lebens. So wird unter anderem der Bau eines neuen Verwaltungszentrums in der Dresdner Innenstadt gefordert, ebenso die Sanierung des Heinz-Steyer-Stadions sowie der Bau eines neuen Hauses für die Orang-Utans im Zoo.

Darüber hinaus findet sich ein klares Bekenntnis zu Investition in den öffentlichen Nahverkehr in Dresden sowie in Schulen, Kitas und Sport. „Wir wollen darauf hinarbeiten, dass der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs künftig auf 30  Prozent in der Stadt anwächst“, sagt Richard Kaniewski, der alte und neue Dresdner SPD-Vorsitzende. Zu seinen Stellvertreterinnen wurden Jessika Markert und Eter Hachmann gewählt.

Ein ganz anderes Thema fand ebenfalls eine Mehrheit: Künftig soll es keine sexistische Werbung mehr im öffentlichen Raum in Dresden geben. „Es braucht keine gutaussehende Frau, um einen Joghurt anzupreisen“, sagt Kaniewski. Der Antrag werde jetzt an den Stadtrat weitergeleitet.

Ab sofort hat der Unterbezirk Dresden, mit 1 144 Mitgliedern der zweitgrößte der SPD in Sachsen, zwei Beauftragte für Erneuerung. Dabei legte die Partei Wert auf unterschiedliche Perspektiven und hat ein erst seit Kurzem in der Partei verortetes Mitglied sowie ein langjähriges ausgewählt. Sie sollen mithelfen, dass die SPD im Kommunalwahlkampf 2019 gut dasteht und ihr letztes Wahlergebnis von 12,3 Prozent verbessert. Nun sollen Ideen und Vorschläge zur Erneuerung ausgearbeitet werden. Am 15. Dezember soll das Wahlprogramm fertig sein. Zuwachs an Neumitgliedern hat die SPD in Dresden bereits.