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Pirna

Nationalpark erklärt das Fichtensterben

Der Befall durch Borkenkäfer ist so schlimm wie nie. Eine Exkursion führt am Freitag ins Zentrum des Geschehens.

Der Nationalpark lädt zur Exkursion ein.
Der Nationalpark lädt zur Exkursion ein. © Archiv: Jäger

Als die Nationalparkverwaltung die Exkursion namens „Wo geht’s hier zur Wildnis?“ im vergangenen Jahr plante, war kaum abzusehen, welche Bedeutung der Titel annehmen würde. Inzwischen ist die Entwicklung des Waldes im Wortsinne stürmisch und hitzig weitergegangen. Schneller als es Experten bisher für möglich hielten, sind viele Fichtenforste Stürmen, Trockenheit und vor allem dem Borkenkäfern zum Opfer gefallen. Der Prozess hält unvermindert an. In vielen Teilen des Nationalparks sieht es deshalb inzwischen besonders wild aus.

Anwohner und jahrelange Besucher des Nationalparks werden auf eine harte Probe gestellt, denn der lieb gewonnene Anblick des Waldes hat sich stellenweise in kürzester Zeit radikal verändert und wird dies auch weiter tun. Kann man unter diesen Umständen den Grundsatz „Natur Natur sein lassen“ noch aufrecherhalten? Sollte der Mensch jetzt nicht besser eingreifen?

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Bei einer Exkursion am Freitag führt Nationalparksprecher Hanspeter Mayr ins Zentrum des Geschehens. Während der rund vierstündigen Wanderung können die Teilnehmer die Folgen des Borkenkäferbefalls vor Ort besichtigen – und gleichzeitig die Ergebnisse des seit Jahrzehnten laufenden Waldumbaus im Nationalpark besichtigen, die laut der Parkverwaltung gerade jetzt zur Geltung kommen. Im besten Fall gewinnen die Gäste das Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der Natur. (SZ)

Wanderung am 19. Juli, 14 bis 18 Uhr. Teilnahme kostenlos, um Anmeldung wird gebeten. Anmeldung im Nationalparkzentrum unter 1 035022 50242.

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.

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