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„Natürlich singen wir die Hits, auf die das Publikum wartet“

Die DDR-Stars Monika Hauff & Klaus-Dieter Henkler machen auf ihrer Abschiedstour in Zittau Station. Der SZ verraten sie, wie sie es 50 Jahre zusammen ausgehalten haben.

© TS-Press

Von Mario Heinke

Gesund und Fit

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Zittau. Sie waren die Fernsehlieblinge der DDR, Dauergäste im „Kessel Buntes“ und in unzähligen Fernsehsendungen zu sehen: Jetzt gehen sie auf große Abschiedstournee. Seit 50 Jahren begeistern Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler ihr Publikum. Sie sind das bekannteste Schlagerduo der DDR und tourten vor und nach der Wende erfolgreich durch die halbe Welt und Amerika. Mit über 20 Millionen verkauften Schallplatten weltweit und Tausenden Konzerten auf allen Erdteilen gehören sie zu den beliebtesten Schlagerstars aus dem Osten. Ihre Lieder „Keine Bange“, „Heut` ist wieder Vollmond“, „Das war ein Meisterschuss“ oder „Auf die Bäume ihr Affen“ sind Gassenhauer mit Ohrwurmqualität und bei den Fans bis heute beliebt. Auf ihrer Jubiläumstournee macht das Duo in Zittau Station und gibt am heutigen Sonnabend im Gerhart-Hauptmann-Theater ein Konzert, Die SZ sprach mit den 74-jährigen Schlagerstars über 50 Jahre Musikgeschäft.

Wie kam es zu der aktuellen Tour?

Monika Hauff: „Unser 50-jähriges Bühnenjubiläum stand ins Haus und da lag es nahe, dass wir diese Zeit gemeinsam mit unseren Fans auf einer Tour verbringen wollen.

Wie hält man sich bei solch einer langen Tour fit?

Monika Hauff: Eigentlich ist Fithalten ganz einfach und für jeden machbar, gesund ernähren, viel bewegen. Und immer wichtig für das Wohlbefinden sind eine positive Lebenseinstellung und gute Gedanken.

Worauf dürfen sich Ihre Fans freuen?

Klaus-Dieter Henkler: Es wird ein vielseitiges musikalisches Programm aus fünf Jahrzehnten mit Liedern aus unserem reichhaltigen Folksong-Schatz. Natürlich singen wir die Hits, auf die das Publikum wartet. Und wir werden auch einige Songs aus dem internationalen Repertoire präsentieren.

Was macht eine Arbeitsbeziehung aus, die 50 Jahre erfolgreich hält?

Klaus-Dieter Henkler: Ganz wichtig für eine lange Beziehung, egal ob beruflich oder privat, sind gegenseitige Toleranz und Respekt. Die Chemie muss stimmen. Man muss dem Partner Freiräume zugestehen. Und vor allem da sein, wenn der andere Hilfe braucht. Auch sollte man gemeinsame Interessen haben. Wir interessieren uns beide für die politischen Geschehnisse auf der Welt und diskutieren leidenschaftlich darüber. Außerdem verbindet uns die Liebe zur Musik, zur Natur und zu den Tieren.

Monika Hauff lacht: Und der Sport. Zu Beginn unserer Karriere hat mich Fußball überhaupt nicht interessiert. Ich sollte aber immer mitschauen, wenn wir unterwegs waren. Klaus hat es dann tatsächlich geschafft, mein Faible dafür zu wecken, und mich zu einem Fußballexperten gemacht.

Sie haben auf fünf Kontinenten Konzerte gegeben, können in 22 Sprachen singen. Sie werden auf der Tournee auch Anekdoten aus dieser Zeit erzählen. Können Sie schon einige verraten?

Monika Hauff: Gern, da gibt es schon einige Anekdoten. Unser erster internationaler Auftritt führte von Magdeburg nach Mexiko-City. Wir durften die DDR beim Kulturprogramm der Olympischen Spiele vertreten. Das war für uns ein überwältigendes Erlebnis. Zum Beispiel das Fußball-Endspiel in diesem riesigen Azteken-Stadion. Das kannten wir so nicht. Ich weiß sogar noch, dass Bulgarien gegen Ungarn spielte. Auch wenn wir nur die zweite Halbzeit sahen. Denn wir hatten uns total mit der Entfernung verschätzt. Und waren bei der Anreise mit dem Bus eine Station zu zeitig ausgestiegen. So mussten wir den Rest des Weges laufen ... Das dauerte ... Oder die Amerika-Tourneen: Klaus ist ein Riesen-Elvis-Fan. Wir besuchten Memphis, sein Haus, das Studio, in dem er seine Platten aufgenommen hatte. Von L.A. sind wir einmal nach Las Vegas gefahren und waren in einer Vorstellung von Siegfried und Roy. Nach der Vorstellung haben die beiden uns noch empfangen.

Klaus-Dieter Henkler: Das waren schon unvergessliche Momente. Aber es gab auch wunderbare und verrückte kleine Erlebnisse: Im angolanischen Urwald hatten wir ein Konzert nur mit einer Gitarre, zwei Kinolautsprechern und einem Mikro. Mehr Equipment gab es dort eben nicht.

Welche Wünsche haben Sie für 2018?

Wir wünschen uns einfach Gesundheit, endlich Frieden auf der ganzen Welt und eine Jubiläumstour mit vielen schönen Momenten.