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Natur im Theater

Die Ausstellung „Die andere Seite“ zeigt urwüchsige Werke von 15 Künstlern an den Landesbühnen.

© Norbert Millauer

Von Lilli Vostry

Radebeul. Eine urige Holzfigur schwebt von der Decke. Üppiges Grün sprießt vor den hohen Glasfenstern im Theaterfoyer. Eine „Landschaft mit Fisch“ im Himmelsblau und skurrilen Baumgestalten hängt dort von Franziska Kunath. Die Malerin ist auch die Initiatorin der Ausstellung „Die andere Seite“, die am Sonnabend an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul vor der Premiere „Ein Sommernachtstraum“ eröffnete.

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Zu sehen sind 71 Arbeiten, Malerei, Zeichnungen, Grafik und Objekte, von 15 Künstlerinnen und Künstlern. Die meisten Werke entstanden bei einem Pleinair 2017 auf dem Gehöft von Franziska Kunath in Röhrsdorf, auf der anderen Elbseite, inmitten der Landschaft der Lommatzscher Pflege. Hierher lud sie zum Malen und Zeichnen im Freien ein, zu einer Auszeit vom Großstadtalltag und Zwängen des Broterwerbs, zu Begegnung und Austausch in und mit der Natur und gemeinsamen künstlerischen Schaffen.

In flimmernden Grüntönen hat Cornelia Konheiser „Waldstücke“ und farbspiegelnde „Teichrosen“ festgehalten. Fast an Wolkenschafe erinnern zwei Gouache- und Kreidezeichnungen von Nadja Göschel. Den wildromantischen Garten der Gastgeberin hat Sylvia Fenk in einer Kaltnadelradierung eingefangen.

Archaisch-erdverbunden und luftig weit sind die mit Kohle gezeichneten Landschaften von Maja Nagel. In zarten Pastelltönen leuchtet eine „Schneelandschaft am Morgen“ in einem Ölbild von Maria Mednikowa. Tiefe Ruhe strahlt eine Radierung von Hans-Jürgen Reichelt aus. Eine Wiese mit knorrigen Bäumen, Ziege und altem Bauernhaus. „Der Nachlass des böhmischen Korbmachers Joseph K.“ füllt einen Bilderrahmen.

„Der Schauspieldirektor der Landesbühnen, Peter Kube, sah Arbeiten der am Plenair beteiligten Künstler vorher in einer anderen Ausstellung in der Stadtgalerie Radebeul und fand, sie würden gut passen in unser Haus“, sagte Stefan Wiel, Ausstattungsleiter der Landesbühnen. Teil zwei der Ausstellung „Die andere Seite“ bringt nun auch ein Stück Natur ins Theater.