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Naturbilder im Theaterfoyer

Zwei Künstlerinnen mit demselben Vornamen, aber unterschiedlichen Handschriften stellen in den Landesbühnen aus.

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Die Schau in den Landesbühnen mit Werken von zwei Künstlerinnen aus der Region ist bis Ende Februar zu sehen.
Die Schau in den Landesbühnen mit Werken von zwei Künstlerinnen aus der Region ist bis Ende Februar zu sehen. © Arvid Müller

Von Angelika Guetter

Radebeul. Gemeinsam mit dem Ausstellungsleiter der Landesbühnen Sachsen, Stefan Wiel, haben die Künstlerinnen Anita Voigt (1961) und Anita Rempe (1965) ihre Arbeiten kuratiert und in verschiedenen malerischen- und grafischen Techniken zusammengestellt. So entsteht ein lebendiger Eindruck ihrer Gemälde und Papierarbeiten beim Betrachter. Anita Rempe war mit anderen Künstlern jüngst in der Ausstellung „Von der anderen Seite“ zu erleben.

Sie sagt von sich: „Die entscheidende Frage meines künstlerischen Ausdrucks besteht weniger darin, was gemalt werden soll, sondern wie ich diesen Ausdruck finden kann.“ Anita Rempe, die im Fischerdorf Gauernitz lebt und arbeitet, besticht in der Ausstellung durch einige Arbeiten, die direkt vor ihrer Haustür entstanden sind.

Dazu gehören farbige Leinwandarbeiten in kleineren Formaten, wie zum Beispiel „Elbe“, „Elbe 3 blau“, „Baumsträucher“. Der Künstlerin könnte die Arbeitsweise der Impressionisten mit ihrer strukturellen Farbauffassung und der malerischen Wiedergabe in der Natur liegen.

Im Eingangsbereich des Glashauses der Landesbühnen links ist ein Ölbild auf Leinwand, ganz in Grün getaucht, zu sehen. Gleich daneben eine Mischtechnik, die mit „Winter“ tituliert ist. Beide Arbeiten von Anita Voigt überzeugen durch ihre malerische Umsetzung und gefielen der Rezensentin ausgesprochen gut.

Anita Voigt sagt über sich: „Wie ein roter Faden zieht sich die Auseinandersetzung mit der erlebten Natur durch meine Arbeit. Außerdem arbeite ich mit verschiedenen Materialien und Techniken gern seriell.“ Zu sehen sind Holzschnitte, die wie „Drei Boote“ in den Masuren entstanden sind oder im nahen Frauenstein des Osterzgebirges der Holzschnitt „Die Weide“. Ansprechend von der Künstlerin sind ebenso ihre Tusch-Arbeiten auf Japanpapier mit den Titeln „Am See“, „Der alte Garten“ oder „Die Alten“.

Sie überzeugt durch die vielschichtige Umsetzung verschiedenster Motive und in einer breiten Palette von grafischen und malerischen Techniken. Voigt, die an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei den Professoren Elke Hopfe und Claus Weidensdorfer (Meisterschülerstudium) studierte, macht ihren Professoren, natürlich neben dem eigenen künstlerischem Selbst, alle Ehren.

Das Anita Rempe einen ganz anderen Weg gegangen ist, spürt man in ihren Arbeiten. Nach einer Ausbildung zur Krankenschwester erwarb sie ein Diplom als Gebrauchsgrafikerin. Sie erwarb zusätzlich einen Abschluss als Kunsttherapeutin.

Eine gelungene Ausstellung, die, durch die unterschiedlichen Biografien bedingt, unterschiedliche Handschriften zeigt. Eine bereichernde Schau im Glashaus, die sicherlich nicht nur für die Theaterbesucher während der Pause im Foyer interessant ist.