Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
Merken

Naturmarkt setzt auf Mittelalter-Flair

Klosterfrauen, Kettenhemden, Kutsche: Die zwölfte Ausgabe von Flora et Herba geht ganz neue Wege – und bleibt sich doch treu.

Teilen
Folgen
NEU!
© Klaus-Dieter Brühl

Röderaue. Tipps rund ums gesunde Essen und Leben, Naturprodukte aus der Region, dazu Handwerksvorführungen und jede Menge Unterhaltung – das ist Sachsens größter Naturmarkt „Flora et Herba“, der diesmal mit dem Thema „Lebendiges Mittelalter“ Tausende Besucher in die Röderaue locken will. Die SZ hat mit Marktleiterin Bärbel Fischer gesprochen und die fasst die wichtigsten Infos zusammen.

Wo und wann findet Flora et Herba statt?

Der Markt ist am Sonntag, 11. September, zwischen 10 bis 18 Uhr geöffnet. Händler, Handwerker und Künstler finden sich auf dem mehr als 20 000 Quadratmeter großen Gelände auf der Frauenhainer Insel.

Was hat es mit dem Thema Mittelalter auf sich?

Das diesjährige Marktmotto geht auf eine Idee des Historikers Markus Königsdörfer aus Frauenhain zurück, erzählt Marktleiterin Bärbel Fischer. Der Wahl-Hallenser führt am Sonntag ab 11 Uhr bei einer Pferde-Kutschfahrt durchs „alte“ Frauenhain.

Wer ist diesmal mit beim Naturmarkt dabei?

Insgesamt werden es mehr als 120 Aussteller, Direktvermarkter und Gastronomen sein, sagt Marktleiterin Bärbel Fischer. Stolz ist sie, dass sie die Akteure überreden konnte, sich mottogetreu zu kleiden. Neben Stammteilnehmern wie Heilpraktikerin Ilona Berner aus Riesa gibt es auch Premieren: Erstmals sind zum Beispiel die „Horden aus dem Norden“ zu Gast, die Wikingerkämpfe inszenieren. Ein Schamane hat sich angesagt, eine Falkner-Vorführung ist auch geplant. Stolz ist Bärbel Fischer darauf, Boris Kunert gewonnen zu haben: Der Stolpener bringt das Gewürz Safran mit, das er als Einziger in Sachsen anbaut.

Wo können Marktbesucher selbst mitmachen?

Flora et Herba ist nicht nur schauen, staunen oder kaufen – sondern auch mitmachen, sagt Bärbel Fischer. Bei den Wikingern können die Besucher sich auch selbst ein Holzschwert zimmern, in der Schreibstube warten Tinte und Feder auf eine schöne Handschrift. Auch Papier kann selbst geschöpft werden. Nicht ganz so mittelalterlich geht es beim Fahrrad-Geschicklichkeitstraining zu. Das Reiten auf Pferd und Esel verspricht da schon etwas mehr ritterliches Ambiente.

Wo kann geparkt werden und was kostet das?

Vor Ort gibt es drei Parkplätze, auf denen mehrere Tausend Fahrzeuge Platz haben. Die Stellflächen sind ausgeschildert. Die Gebühr pro Auto beträgt 2 Euro, pro Motorrad 1 Euro.

Wie viel Eintritt kostet das Ganze?

Marktbesucher zahlen für den Zutritt zum Gelände vier Euro, Kinder bis 12 Jahre kommen kostenlos aufs Marktgelände.

Was passiert, falls das Wetter nicht mitspielt?

Im Vorjahr hatten die Organisatoren richtiges Wetter-Pech. Marktleiterin Bärbel Fischer allerdings gibt sich optimistisch, dass der Wettergott ihr, den Besuchern und den Händlern diesmal hold ist. „Die Aussichten sind jedenfalls gut“, sagt die Markt-Organisatorin. (SZ)