merken

Naturschützer hinterfragen Agrarreform

Die neue Richtlinie zur Vergabe von Fördermitteln soll 2020 in Kraft treten. Derzeit wird sie noch heiß diskutiert - auch in der Region Döbeln. 

Wie sieht die Agrarwirtschaft der Zukunft aus? ©  dpa

Leisnig/Döbeln. Nach welchen Regeln Fördergeld der EU in Zukunft vergeben wird, das ist im Moment Gegenstand teils hitziger Debatten. Denn derzeit wird die Richtlinie überarbeitet. 2020 soll sie in Kraft treten. Doch was bringt sie den Landwirten? Sollten die sich eher sorgen oder hoffnungsvoll in die Zukunft schauen? 

Antworten auf diese Fragen soll es in einem Landwirtschaftsforum zur Agrarreform geben. Die hat die BUND-Gruppe Leisnig organisiert. Dazu lädt sie Interessierte für Freitag, 18 Uhr, in das Burger-Café am Döbelner Ostbahnhof, Straße des Friedens 12, ein. 

Anzeige
Symbolbild Anzeige

Auf dem Weg zum autonomen Fahren

Anschnallen und los: Der Volkswagen IQ.DRIVE kann die Sicherheit erhöhen und bietet viel Komfort beim Fahren – und das zu attraktiven Preisen.

Referenten sind Dr. Peter Jahr, der selbst Landwirt ist und im Agrar-Ausschuss der EU mitarbeitet, und Dr. Sebastian Lakner von der Uni Göttingen. Er will darstellen, wie aus seiner Sicht durch eine andere Vergabepolitik statt industrieller vielmehr die ökologische Landwirtschaft und der Naturschutz gefördert werden könnten. Peter Jahr wird über den aktuellen Stand der Debatte informieren. 

„Wir als BUND-Regionalgruppe denken, dass dieses Thema nicht nur Landwirte, sondern auch Bürger interessiert“, sagt Angelika Rockmann. Denn inzwischen könne jeder die starken Veränderungen in Natur und Umwelt spüren. Als Beispiel nennt sie das massive Insektensterben in den letzten Jahren. 

„Und eine unbestrittene Ursache dafür ist nun mal die industrialisierte Landwirtschaft“, so Angelika Rockmann. „Wir als BUND-Regionalgruppe möchten mit der Landwirtschaft vor Ort ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben, weil wir überzeugt sind, es geht nur miteinander.“ (DA/sig)

Termin: Landwirtschaftspodium zur Agrarreform 2020 am Freitag, 18 Uhr, im Cafè Ostbahnhof in Döbeln.