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Negativpreis „Eule“ 2013 für Finanzminister Unland

Landesvorsitzender Gerhard Pöschmann begründete die Entscheidung bei der Vergabe mit Unlands Haltung im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst der Länder.

© dpa

Dresden. Finanzminister Georg Unland (CDU) hat nach 2011 zum zweiten Mal den Negativpreis „Eule“ des Sächsischen Beamtenbundes (sbb) erhalten.

Landesvorsitzender Gerhard Pöschmann begründete die Entscheidung bei der Vergabe am Mittwoch in Dresden mit dessen Haltung im Tarifstreit für den öffentlichen Dienst der Länder. Ein Ergebnis sei erst nach langen Diskussionen, Protesten und nur zeitversetzt auf Sachsen übertragen worden. Über 1.000 Widersprüche von Beamten zur altersdiskriminierenden Besoldung seien abgelehnt worden. Rund 4.000 Klagen bei Verwaltungsgerichten und Frust bei den rund 11 000 Beamten seien die Folgen.

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Die „Eule“ wird seit 2010 für Handlungen und Aussagen von Politikern im Freistaat vergeben, die gegen die Interessen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gerichtet sind. Unland hatte den Preis bereits 2011 bekommen, weil damals Sonderzahlungen für Sachsens Beamte gestrichen wurden.

Er ist der erste Politiker mit zwei „Eulen“, die die Preisträger zu Selbstkritik und Besserung animieren sollen. Der sbb hofft, dass deren gute Eigenschaften nun stärker in Unlands Büro zur Geltung kommen: „Sagt man doch Eulen von alters her auch Weisheit und Besonnenheit nach.“ (dpa)