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Attacken beschäftigen Landtag

Der Kleingartenvereinschef, der Rechtsextreme aus der Sparten-Kneipe geworfen hat und nun angefeindet wird, bekommt immer mehr Unterstützung von Politikern.

© Marco Klinger

Der Kleingartenvereinschef, der Rechtsextreme aus der Sparten-Kneipe geworfen hat und offenbar deswegen angefeindet wird, bekommt immer mehr Unterstützung von Politikern. Nach dem Fraktionschef der Linken im Stadtrat, André Schollbach, schaltet sich nun auch Grünen-Landtagsabgeordneter Valentin Lippmann ein.

Steffen Pätzig, Vorsitzender der Anlage „Gartenfreunde Sommerland“ in Strehlen, ist nach seinem klaren Auftreten gegen Neonazis Drangsalierungen ausgesetzt: Zweimal wurde er zusammengeschlagen, er wird bedroht und auf selbst gebastelten Zetteln verleumdet und beleidigt.

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„Herrn Pätzig gebührt Anerkennung und Respekt für sein entschlossenes Handeln“, so Lippmann. „Ich wünsche mir, dass es den Behörden in Zukunft gelingt, seine Person zu schützen, sodass Herr Pätzig ein normales Leben führen kann.“ Damit wolle er darauf drängen, dass intensiv gegen die Täter ermittelt wird und sie gestellt und bestraft werden. Denn Abmahnungen, wie sie der Kleingartenverband bei rechtsradikalen Symbolen verhängt, reichen laut Lippmann nicht. Es sei ein Irrglaube, dass damit das Problem gelöst sei. „Das rechte Gedankengut verschwindet damit nicht automatisch.“ Mit einer Kleinen Anfrage im Landtag will er klären, welche polizeilichen Maßnahmen gegen Neonazis in der Kleingartenanlage ergriffen wurden und wie die Polizei Opfer und Betroffene vor Übergriffen schützt. „Betroffene Vereine sollten professionelle Hilfe in Anspruch nehmen“, so Lippmann. (SZ/awe)