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Leben und Stil

Nestlé startet mit Nutri-Score auf Pizzen

Das Nährwertlogo gibt Auskunft über die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln. Nun will Nestlé seine Tiefkühlpizzen kennzeichnen - und später weitere Produkte.

Der Nutri-Score beinhaltet unter anderem den Anteil von Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln.
Der Nutri-Score beinhaltet unter anderem den Anteil von Zucker, Fett und Salz in Lebensmitteln. © dpa/Patrick Pleul

Berlin. Das neue Nährwertlogo Nutri-Score bekommt einen weiteren Schub im deutschen Lebensmittelhandel. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé startet die Kennzeichnung jetzt auf ersten Tiefkühlpizzen, wie das Unternehmen am Montag zur Agrar- und Ernährungsmesse Grüne Woche in Berlin mitteilte. 

Im Laufe des Jahres sollen weitere Produkte folgen, darunter Suppen, Kaffee und Frühstücksflocken. Der Schritt kommt noch vor dem Inkrafttreten eines von Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) vorgesehenen Rechtsrahmens für die freiwillige Verwendung des Logos auf Packungen.

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Klöckner hatte sich nach langem Streit über eine klarere Kennzeichnung von Zucker, Fett und Salz auf Nutri-Score festgelegt und eine Verordnung dafür auf den Weg gebracht. Diese muss noch von der EU-Kommission gebilligt werden, in Kraft treten könnte sie dann frühestens im zweiten Halbjahr 2020, wie es vom Ministerium hieß. 

Julia Klöckner (CDU), Bundesernährungsministerin, stellte Ende September 2019 das Logo des Nutri-Score vor.
Julia Klöckner (CDU), Bundesernährungsministerin, stellte Ende September 2019 das Logo des Nutri-Score vor. © dpa/Wolfgang Kumm (Archiv)

Erste Lebensmittel mit Nutri-Score sind schon in Supermärkten zu kaufen, Pionier war Anfang 2019 Danone mit einigen Milchprodukten. Das aus Frankreich stammende Nutri-Score-System bezieht neben dem Gehalt an Zucker, Fett und Salz auch empfehlenswerte Bestandteile wie Proteine oder Ballaststoffe in eine Gesamtbewertung ein. 

Es gibt dann einen einzigen Wert an - auf einer fünfstufigen Skala von "A" auf dunkelgrünem Feld für die günstigste Bilanz über ein gelbes "C" bis zu einem roten "E" für die ungünstigste. Das zutreffende Feld wird hervorgehoben. Das Logo auf der Vorderseite der Packung soll die EU-weit verpflichtende Nährwerttabelle ergänzen. (dpa)