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Feuilleton

Netflix-Serien erhalten Grimme-Preis

"How To Sell Drugs Online (Fast)" und "Skylines" bekommen unter anderem den wichtigsten Preis für Qualitätsfernsehen in Deutschland.

Maximilian Mundt (als Schüler Moritz) und Danilo Kamperidis (als Kumpel Lenni) in einer Szene aus "How to Sell Drugs Online (Fast)". Die Serie wurde mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Maximilian Mundt (als Schüler Moritz) und Danilo Kamperidis (als Kumpel Lenni) in einer Szene aus "How to Sell Drugs Online (Fast)". Die Serie wurde mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. © Netflix

Essen. Gleich zwei Produktionen des Streamingriesen Netflix erhalten in diesem Jahr einen Grimme-Preis für Qualitätsfernsehen. Auch der Sky-Krimi "Der Pass" erhielt eine der renommierten Auszeichnungen, wie das Grimme-Institut am Dienstag im Essener Grillo Theater mitteilte.

In der Kategorie Kinder & Jugend geht ein Preis an die Serie "How To Sell Drugs Online (Fast)". Die Coming-of-Age-Serie habe die Jury mit ihrer "geschickten visuellen Umsetzung" und ihren "ausgefeilten Dialogen" überzeugt, teilte das Grimme-Institut am Dienstag in Essen mit. 

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In der Kategorie Fiktion erhält die Drama-Serie "Skylines" über das Hip-Hop-, Finanz- und Drogenbusiness eine der begehrten, undotierten Auszeichnungen. Bereits 2018 hatte Netflix einen Grimme-Preis für die Serie "Dark" erhalten.

Insgesamt 16 Produktionen werden mit Grimme-Preisen ausgezeichnet. Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) geht in diesem Jahr an den Regisseur und Autor Heinrich Breloer ("Brecht", "Todesspiel"). Die Preise sollen am 27. März im Marler Theater verliehen werden.

In der Kategorie Fiktion wird neben "Skylines" und "Der Pass" auch der Episodenfilm "The Love Europe Project" (ZDF/Arte) geehrt. Der Film sei ein Zeichen für die Verbundenheit und Zukunft Europas in Zeiten der EU-Kritik und des Brexits, hieß es in der Begründung der Jury. Als einziger Fernsehfilm in der Kategorie wird das Drama "Hanne" (NDR/ARTE) ausgezeichnet. Den Grimme-Preis Spezial in der Kategorie Fiktion erhält die deutsch-französische Serie "Eden", die die Schicksale von Migrantinnen in Europa aufgreift. Der Publikumspreis der Marler Gruppe geht an die WDR-Satire "Der König von Köln".

In der Kategorie Information & Kultur wird unter anderen der NDR-Dokumentarfilm "SeaWatch3" von Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg ausgezeichnet. Mit "Dark Eden", "Wie 'Holocaust' ins Fernsehen kam" und "Die Unerhörten - Über den Landtagswahlkampf in der Prignitz" werden drei weitere Dokumentationen gewürdigt, die sich mit gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen.

Den Grimme-Preis für die "Besondere Journalistische Leistung" erhält Georg Restle "für die kontinuierliche und haltungsstarke Berichterstattung über Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus" stellvertretend für die Redaktion des WDR-Magazins "Monitor", wie es hieß.

Preis für "Chez Krömer"

In der Kategorie Unterhaltung wird mit "Prince Charming" (TVNOW/Vox) erstmals eine Datingshow mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Ein weiterer Preis geht an das ProSieben-Format "Joko & Klaas LIVE - 15 Minuten", in dem die Moderatoren unter anderen Aktivistinnen gegen Rechtsextremismus eine Plattform gaben. Zudem wird die RBB-Talkshow "Chez Krömer" ausgezeichnet.

In der Kategorie Kinder & Jugend wird neben der Netflix-Serie "How To Sell Drugs Online (Fast)" auch der 3sat-Dokumentarfilm "Ab 18! Die Tochter von " gewürdigt. Bürger Lars Dietrich und Marti Fischer erhalten den Spezial-Preis für die Moderation der ZDF-Musikcomedy "Leider laut".

Der undotierte Grimme-Preis zeichnet Fernsehsendungen und -leistungen aus, die als vorbildlich bewertet wurden. Er gilt als einer der wichtigsten Preise für Qualitätsfernsehen in Deutschland. (dpa/epd)