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Nette Geste für Fernfahrer

Viele Brummi-Fahrer strandeten am Wochenende an der verschneiten A 4. Junge Leute aus der Region kümmerten sich um sie. Das und mehr im aktuellen Polizeibericht.

© Polizei

Salzenforst. Ein steifer Ostwind fegte am Wochenende über die Lausitz. Macherorts steckten Kraftfahrer auf verwehten Straßen fest. Der heftige Wintereinbruch machte am Sonnabend auch Berufskraftfahrern zu schaffen, die auf der A 4 unterwegs waren. Eigentlich wollten sie nach Hause, doch daraus wurde für viele von ihnen nichts. Sie mussten auf den Autobahnrastplätzen eine ungewollt lange Pause einlegen.

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Die Fernfahrer, die an den beiden Autobahnraststätten Oberlausitz-Süd und Oberlausitz-Nord bei Salzenforst gestrandet waren, erhielten in dieser Situation Besuch. 15 Jugendliche aus einer freikirchlichen Gemeinde hatten sich aufgemacht, um ihnen zu helfen. Wo sie unterstützen und Gutes tun können, das hatten sie zuvor bei der Polizei nachgefragt. „Die Mädchen und Jungen verteilten beispielsweise warme Getränke“, berichtete Polizeisprecher Thomas Knaup. Genauso gut kamen aber auch die netten Worte an, die die jungen Leute mit den Fernfahrern wechselten.

Im Gespräch mit den zumeist osteuropäischen Staatsbürgern berichteten diese, dass sie oftmals wochenlang nicht zu ihrer Familie zurückkehren können, weil sie von ihren Firmen kreuz und quer durch Europa geschickt werden. „Für den heißen Kaffee, die wärmenden Gespräche und Freundlichkeit bekamen die Jugendlichen überall ein herzliches Dankeschön zurück“, so der Polizeisprecher.

Polizeibericht vom 19. März

Bei Unfall verletzt

Burkau. Auf der A 4 bei Burkau kam am Sonntag kurz vor Mitternacht ein Audi von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Wildzaun. Der 32-jährige Fahrer und sein 48-jähriger Beifahrer wurden dabei verletzt. Der junge Mann fuhr in Richtung Görlitz und wechselte die Spur, um einen Lkw zu überholen. Plötzlich geriet der A 3 ins Schleudern und rollte einen Hang hinunter. Die Fahrt endete an der Begrenzung. Bei der Unfallaufnahme merkten die Polizisten, dass der Fahrer nach Alkohol roch. Ein Test ergab umgerechnet 1,46 Promille an. Eine Blutentnahme wurde angeordnete und der Führerschein sichergestellt.

Hund stirbt bei Brand

Göda. Am Sonntagnachmittag brannte aus bisher ungeklärter Ursache ein als Aufenthaltsraum genutzter Bauwagen an der Kurzen Gasse in Göda komplett nieder. Zum Zeitpunkt des Brandes befand sich darin eine achtjährige Boxermischlingshündin. Das Tier starb in dem Feuer. Da der Wohnwagen unmittelbar an einer Scheune stand, erlitt diese Schäden. Verletzte Personen gab es nicht. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Schmuck und Bargeld gestohlen

Radeberg. Beute von mehreren Tausend Euro machten Kriminelle am Wochenende im Ortsteil Ullersdorf. Sie nutzten die Abwesenheit der Bewohner aus und brachen in ein Haus auf der Hutbergstraße ein. Sie durchsuchten die Räumlichkeiten und entwendeten unter anderem Schmuck, Uhren und Bargeld. Kriminaltechniker sicherten Spuren, deren Auswertung noch aussteht. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Moped entwendet

Bautzen. In der Jan-Skala-Straße in Bautzen wurde in der Nacht zum Sonntag ein S 50 gestohlen. Das Moped war nicht zugelassen, allerdings mittels Schloss gesichert. Der Wert des Krads beträgt etwa 550 Euro.

Reifen zerstochen

Pulsnitz. Am Sonntagmorgen beschädigten Unbekannte an der Kamenzer Straße in Pulsnitz bei einem VW beide Reifen der Beifahrerseite. Die Täter verursachten dabei einen Schaden von etwa 200 Euro.

Ohne Führerschein und unter Alkohol

Bautzen. Am Sonntagabend kurz vor Mitternacht kontrollierte eine Polizeistreife an der Wilhelm-Ostwald-Straße in Bautzen einen BMW-Fahrer. Der 31-Jährige besaß keine Fahrerlaubnis. Außerdem nahmen die Beamten Alkoholgeruch wahr. Das Testgerät zeigte einen Wert von umgerechnet 0,7 Promille an. Dem Mann wurde die Weiterfahrt untersagt.

Gefängnisaufenthalt abgewendet

Uhyst a.T. Für einen 44-jährigen Litauer endete am Sonnabend die Fahrt nach Donaueschingen vorerst auf der A 4 bei Uhyst. Als Insasse eines litauischen Kleinbusses wurde er von Bundespolizisten kontrolliert. Die Überprüfung ergab einen aktuellen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Würzburg. Wegen Trunkenheit im Verkehr war der Mann im September zu 50 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe oder Zahlung einer Geldstrafe von 2241,87 Euro verurteilt worden. Da er die geforderte Summe nicht bezahlen konnte, wurde er zunächst zum Bundespolizeirevier Bautzen gebracht. Von dort nahm der 44-Jährige Kontakt mit seinem deutschen Arbeitgeber auf. Dieser bezahlte die Geldstrafe bei der Polizei in Donaueschingen. Als die Bestätigung in Bautzen einging, konnte der Mann seine Reise fortsetzen.

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Immerhin von 9 bis 15 Uhr gingen die Jugendlichen am Sonnabend in der Raststätte von Laster zu Laster und erkundigten sich, wie es den Fahrern geht. Ein Beamter der Verkehrspolizeiinspektion betreute sie dabei. Gleichzeitig beriet er die Fernfahrer über den Service der Aktion DocStop, der medizinischen Unterwegs-Versorgung für Berufskraftfahrer. (szo)