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Netto-Provisorium bleibt zwei Jahre

Wie die Gemeinde von der Erweiterung des Discounters profitiert.

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© Symbolfoto/Uwe Soeder

Von Manfred Müller

Thiendorf. Die Behelfs-Verkaufsstelle, die während der Bauzeit des neuen Supermarktgebäudes auf dem Gelände des Netto-Zentrallagers errichtet wurde, wird voraussichtlich für zwei Jahre stehenbleiben. Weil das Provisorium so lange genutzt wird, war eine Baugenehmigung erforderlich, die Thiendorfs Gemeinderat am Mittwoch erteilte.

Der Einkaufsmarkt im Thiendorfer Gewerbegebiet ist bereits abgerissen und wird an gleicher Stelle neu errichtet. Die Einzelhandelskette strukturiert derzeit ihre Märkte neu und will ihr Image aufwerten – weg vom Discounter und hin zum Erlebniseinkauf. Dazu gehören neben günstigeren Parkmöglichkeiten und einer kundenfreundlicheren Leergutannahme auch breitere Gänge und niedrigere Regale.

Dadurch steigt der Platzbedarf, weshalb die Verkaufsfläche von derzeit 800 auf mehr als 1000 Quadratmeter vergrößert werden soll. Auch ein Backshop und ein kleines Café sind geplant. Größere Veränderungen im Sortiment wird es nicht geben.

Die Gemeinde Thiendorf steht der Erweiterung aufgeschlossen gegenüber. Im Herbst 2015 hatte sie eine Fläche von 800 Quadratmetern an Netto verkauft und dadurch rund 50 000 Euro eingenommen. Das Netto-Gelände wird dadurch in Richtung Norden erweitert und bekommt eine breitere Einfahrt.