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Netze gegen Steinschlag für Knorre

Die Verwaltung kann gegenwärtig noch nicht einschätzen, wie lange die etwa 100 Meter lange durch Ampeln geregelte halbseitige Befahrbarkeit der Elbtalstraße bestehen bleiben muss.

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© Andreas Weihs

Meißen. Nachdem Anfang Juli Gestein vom Knorre-Felsen auf die Elbtalstraße von Meißen in Richtung Kleinzadel gestürzt waren, musste die Straße gesperrt werden (SZ berichtete). Zum Stand der Sicherungsarbeiten erklärte die Leiterin des zuständigen Kreisstraßenbauamts, Petra Otto auf SZ-Nachfrage: „Aktuell sind die Arbeiten zur Sicherung des Felsen wegen Gefahr im Verzug abgeschlossen. Diese Sicherungsmaßnahme war eine temporäre Sofortmaßnahme.“ Angebracht wurden Steinschlagschutznetze.

Zur Erarbeitung eines Vorschlages für die Endsicherung wurde das Ingenieurbüro Bartsch aus Freiberg beauftragt. Dieses Büro hat auch die jetzt abgeschlossene Notsicherung betreut. Da es sich im Felsenbereich um einen besonders sensiblen Bereich des Schutzgebietes „Bosel und Elbhänge nördlich Meißens“ handele und dort auch der letzte Bestand der Wiesenkuhschelle in Sachsen zu finden sei, seien weitreichende Voruntersuchungen zur Erarbeitung einer endgültigen Sicherung notwendig.

Gegenwärtig könne die Verwaltung nicht einschätzen, wie lange die etwa 100 Meter lange durch Ampeln geregelte halbseitige Befahrbarkeit der Elbtalstraße bestehen bleiben müsse. „Ob und wie viele der Steinschlagschutznetze angebracht werden können oder eine andere technische Lösung mit Steinschlagschutzzaun erforderlich wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden“, erklärte Petra Otto. (SZ/ul)